Erleichterung in der Sofien Apotheken in Stuttgart. Eine Apothekerin erkannte ein gefälschtes Rezept über das Krebsmedikament Tukysa 150 mg. Sie ersparte ihrer Chefin damit eine vermeintliche Retax von mehreren tausend Euro. Die Polizei warnt gleichzeitig vor mehreren Fälschungsversuchen in Apotheken.
Am Freitagvormittag kam ein Mann in die Apotheke von Miriam Heger. Er legte ein Rezept über Tukysa vor. Da das Medikament nicht vorrätig war, vereinbarte die angestellte Approbierte Marina Buchheit-Gusmao einen Abholtermin für den Nachmittag.
Sie hatte jedoch ein „schlechtes Bauchgefühl“, denn das Rezept kam ihr komisch vor. Mit der Warnung vor Fälschungen der Landesapothekerkammer im Hinterkopf prüfte sie die Verordnung und stellte mehrere Ungereimtheiten fest. „Auf dem Rezept stand ‚aut idem nein‘ und für so ein teures Medikament gibt es kein Generikum“, sagt sie. Das Arzneimittel kostet knapp 5000 Euro.
Gemeinsam mit einer Kollegin überprüfte sie weitere Daten und rief letztlich bei der Krankenkasse an. Die Barmer bestätigte den Verdacht und konnte unter der Versichertennummer keine Übereinstimmung feststellen. Die Apothekerin informierte die Polizei. Als der Mann kurz vor 17 Uhr zurückkam, nahmen ihn die Polizisten vorläufig fest und ließen ihn später wieder frei.
Buchheit-Gusmao ist erleichtert, dass sie die Fälschung erkannt hat. Ein Plagiat mit Tukysa sei vorher noch nie vorgekommen, sagt die Inhaberin. Insgesamt habe die Recherche viel Zeit in Anspruch genommen.
Der Polizei zufolge wurden im Laufe des Freitags in vier weiteren Apotheken mutmaßlich gefälschte Rezepte für teure Medikamente abgegeben aber nicht eingelöst. Die Ermittlungen nach möglichen weiteren Tätern und ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht, dauern an. Ein Arzneimittel war laut Polizei etwa Orserdu 345 mg.
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