Rechenzentren

Apobank investiert bei Dr. Güldener

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Berlin -

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) baut ihr Engagement im Bereich der Rechenzentren weiter aus. Das Geldinstitut übernimmt weitere Anteile an der Unternehmensgruppe Dr. Güldener.

Dr. Güldener wurde 1953 gegründet und betreut rund 35.000 Kunden im medizinischen Bereich wie Arztpraxen, Apotheken, Physio- und Ergotherapieprayen sowie Logopäd:innen. Zur Gruppe gehören verschiedene Unternehmen, die eigenständig auftreten und damit keinen Konzernverbund darstellen. Dazu gehören das Apotheken- und Ärzte-Abrechnungszentrum Dr. Güldener (AÄA), das Deutsche Zahnärztliche Rechenzentrum (DZR) sowie das Optica Abrechnungszentrum Dr. Güldener. Die Gruppe beschäftigt rund 1400 Mitarbeitende an fünf Standorten.

Schon länger soll die Apobank an der Gruppe beteiligt sein, offiziell hielt sie aber nur 16 Prozent der Anteile am DZR. Stattdessen teilten sich die Nachfahren der Firmengründer Ludwig Güldener und Rudolf Prangen die Anteile mit einer Beteiligungsgesellschaft namens „Profi Erste“ mit Sitz in der Schweiz. An dem Unternehmen war die Apobank zuletzt mit 50 Prozent beteiligt; die übrigen Anteile sollen nach früheren Berichten bei Treuhändern liegen und jederzeit für einen symbolischen Betrag eingezogen werden können. Der Verwaltungsrat besteht aus drei Vertretern der Apobank sowie einem Anwalt der Großkanzlei CMS.

Drei Rechenzentren für Ärzte, Apotheken & Co.

An den drei Rechenzentren, die gemeinsam die Güldener-Gruppe bilden, war „Profi Erste“ seit Jahren mehrheitlich beteiligt. Die übrigen Anteile hielten Dr. Volker Güldener, Sohn des 1973 verstorbenen Firmengründers, sowie Bodo Prangen, Nachfolger des 2015 verstorbenen Kompagnons.

Im Juli vergangen Jahres verstarb auch Prangen, sodass seine Anteile zunächst an die Erben übergingen. Jetzt ist die Apobank offiziell bei den Unternehmen eingetreten; beim DZR hält sie jetzt 19,9 Prozent, bei den beiden anderen Firmen jeweils 9,9 Prozent. Über die Konditionen wurde Stillschweigen vereinbart.

Apobank will Position stärken

„Abrechnungsunternehmen entlasten niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Zahnärzte und Apotheken von administrativen Aufgaben und tragen damit unmittelbar zur Qualität der Versorgung bei“, sagt Apobank-Vorstandschef Matthias Schellenberg. „Mit der Erweiterung unserer Beteiligungen stärken wir unsere strategische Position als Bank der Gesundheit und unterstreichen unsere Rolle als verlässlicher Partner der Heilberuflerinnen und Heilberufler.“

Die Apobank ist bereits an Rechenzentren beteiligt. Sie hält 38,3 Prozent der Anteile beim ARZ Haan AG, bei der ZA Zahnärztliche Abrechnungsgesellschaft Düsseldorf sind es 24,9 Prozent. Außerdem führt sie das Bankenkonsortium bei Noventi an.

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