Zerwürfnis beim BVpta: Vorstand tritt komplett zurück | APOTHEKE ADHOC
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Zerwürfnis beim BVpta: Vorstand tritt komplett zurück

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Berlin -

Bei der Mitgliederversammlung des Bundesverbands PTA (BVpta) am vergangenen Wochenende hat es gekracht. Das Zerwürfnis war am Ende so groß, dass der Vorstand komplett zurücktrat. Interimsmäßig hat die langjährige Geschäftsführerin Margareta Ewers den Vorsitz übernommen, im Frühjahr soll eine neue Spitze gewählt werden.

Was den Ausschlag für den Abgang der kompletten Führungsriege gab, ist bislang nicht bekannt. Von Differenzen hinsichtlich der Ausrichtung des Verbands ist die Rede – sowohl inhaltlicher als auch struktureller Natur. Jedenfalls traten in der Sitzung am Samstag überraschend die Vorsitzende Carmen Steves, Vize Katja Löffler sowie die Vorstandsmitglieder Kathrin Niemeyer und Bianca Meyerhoff unisono zurück.

Noch in der Sitzung übernahm Ewerts den Bundesvorsitz, zudem wählten die Verbandsmitglieder Angelika Gregor (Vize), Hedda Freiermuth (Schatzmeisterin) sowie Michaela Jäger in den Interims-Vorstand, genauso wie Meyerhoff. Das neue Team blickt „mit großer Motivation auf die kommenden Monate der gemeinsamen Arbeit, sowie auf die Zukunft des PTA-Berufes“. Der endgültige neue Vorstand soll bei der Mitgliederversammlung im Frühsommer gewählt werden.

„Nach dem Rücktritt des bisherigen Vorstandes war es mir ein persönliches Anliegen, als langjähriges Mitglied des BVpta, dem Verband übergangsweise mit meiner Expertise zur Verfügung zu stehen“, so Ewers. „Ich freue mich außerordentlich, mit meinen übrigen Vorstandskolleginnen die bisher sehr erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern, unseren Partnern aus Industrie und befreundeten Verbänden fortzuführen.“

Mehr Geld für PTA

Ein besonderes Anliegen sei ihr die Wertschätzung und damit verbunden eine höhere Vergütung für PTA. „Damit dies erreicht werden kann, muss die Politik aber auch endlich zur Kenntnis nehmen, dass die Vergütung der PTA direkt mit der Honorierung der Leistungen der Apotheken in Zusammenhang steht. Ohne höhere Apothekenhonorierung können auch PTA nicht ausreichend bezahlt werden. Wir fordern deshalb die Politik auf, den Stillstand, der seit zehn Jahren anhält, im Apothekenhonorar zu beenden und für eine deutliche Entlastung der Örtlichen Apotheke zu sorgen.“

Nur dadurch werde es den Apothekeninhaber:innen möglich sein, den PTA ein Gehalt zu bezahlen, das sie verdienten. „Mit Gehältern knapp über dem Mindestlohn sind wir in der Öffentlichen Apotheke nicht konkurrenzfähig. Das zeigt auch die vielen Abwanderungen der Mitarbeiter:innen in andere Bereiche des Gesundheitswesens. Es ist an der Zeit, dass die Politik dies er-kennt“, so Ewers.

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