Saar trommelt für höheres PTA-Gehalt

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Berlin -

Mit 100 Prozent wiedergewählt: Manfred Saar bleibt bis 2026 Präsident der Apothekerkammer des Saarlandes. Am Ende dieser Amtsperiode wird er dann fast ein Vierteljahrhundert voll gemacht haben.

Saar ist seit 2001 im Amt und damit dienstältester Kammerpräsident in Deutschland. Zu seiner Wiederwahl sagte er: „Die Apotheken in Deutschland haben in der Corona-Pandemie gezeigt, wie wichtig eine dezentrale Vor-Ort-Versorgung der Bevölkerung ist.“ Ob Herstellung von Millionen von Litern von Desinfektionsmitteln, die kurzfristige Versorgung vulnerabler Bevölkerungsgruppen mit FFP-2-Masken, die millionenfache Generierung von Impfzertifikaten oder die Versorgung von Arztpraxen mit Corona-Impfstoffen: „Stets waren die Apotheken mit ihrer Expertise zur Stelle. Darauf können wir stolz sein!“

Zukünftig gelte es nun, diese Expertise noch stärker in den Mittelpunkt zu stellen. „Dafür ist es aber unbedingt erforderlich, dass der viel beschworene Bürokratieabbau endlich Wirklichkeit wird. Wir können es uns nicht mehr leisten, dass wertvolle menschliche Recourcen in unnötigem Papierkram vergeudet werden.“

Auch müsse die Politik endlich verstehen, dass Apotheken zukünftig nur dann qualifiziertes Personal gewinnen können, wenn die Löhne entsprechend angepasst werden. „Es kann nicht sein, dass ausgebildete Fachkräfte wie Pharmazeut-Technische Assistent:innen mit einem Einstiegsgehalt von 2149 Euro leben müssen.“ Eine Gehaltsanpassung sei allerdings nur dann möglich, wenn auch die Apothekenhonorierung deutlich aufgewertet werde. „Ja, das kostet Geld, dieses Geld ist aber, wie die Pandemie gezeigt hat, sehr gut investiert.“

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