Niedriger Blutdruck

Richtig beraten zu Hypotonie Cynthia Möthrath, 02.01.2018 13:57 Uhr

Berlin - Vor allem junge, schlanke Frauen und Schwangere leiden häufig unter einem zu niedrigen Blutdruck. Aber auch ältere Menschen sind davon betroffen. Von Hypotonie spricht man, wenn der Blutdruck unter 100/60 mmHg sinkt. Eigentlich ist ein zu niedriger Blutdruck nicht gefährlich oder behandlungsbedürftig – im Gegenteil, er kann sogar Herz und Gefäße schützen. Treten jedoch häufiger störende Symptome auf, oder kommt es zur Ohnmacht, sollte behandelt werden. Bei leichten Beschwerden können auch Hausmittel helfen.

Typische Symptome einer Hypotonie sind Schwindel, Zittern, Ohrensausen und „Sternchen sehen“. Es kann aber auch zu Kopfschmerzen und Müdigkeit kommen, die Hände und Füße werden kalt und es kann sich kalter Schweiß bilden. Ist der Blutdruck zu niedrig, kann ein erhöhter Puls auftreten, da das Herz versucht den Blut- und daraus resultierenden Sauerstoffmangel im Gehirn zu kompensieren. Gelingt dies nicht, kann es zur Ohnmacht kommen – mit entsprechendem Verletzungsrisiko.

Die Ursachen für Hypotonie sind verschieden. Meist ist es Veranlagung. Man spricht dann von primärer Hypotonie. Entsteht sie jedoch durch andere Grunderkrankungen, wie Schilddrüsenunterfunktion oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, oder wird durch die Einnahme von Medikamenten verursacht, spricht man von sekundärer Hypotonie. Eine weitere Ursache kann die orthostatische Hypotonie sein. Hier werden die Symptome durch einen Lagewechsel verursacht, zum Beispiel wenn man schnell aufsteht, oder sich bückt.

In den meisten Fällen wird die Hypotonie nicht medikamentös behandelt. Einige Hausmittel können jedoch helfen den Kreislauf in Schwung zu bringen und die Beschwerden zu lindern. Dazu zählen zum Beispiel Wechselduschen, die die Gefäße abwechselnd erweitern und verengen und so den Kreislauf anregen. Auch Massagen können helfen, den Blutfluss zu verbesse

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