Fastenzeit

Ramadan: Diese Arzneiformen sind betroffen Deniz Cicek-Görkem, 16.05.2018 12:23 Uhr

Berlin - Der Fastenmonat Ramadan hat begonnen. Für Millionen Muslime weltweit gehört der Verzicht von Lebens- und Genussmitteln über den Tag zu ihrem Glaubensalltag dazu. Auch bei der Einnahme von Arzneimitteln müssen Fastende bestimmte Dinge beachten, denn nicht alle Darreichungsformen sind mit der Lehre vereinbar. Um gesund durch den Monat zu kommen, sollte auf den Körper und auf die Ernährung geachtet werden, auch wenn dies in manchen Fällen ein Fastenbrechen zur Folge hat.

Wie im Christen- und im Judentum, gibt es auch im Islam eine Fastenzeit. Dabei verzichtet der Muslim von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr. Ramadan-Fasten bedeutet mehr als Nicht-Essen und Nicht-Trinken; im Kern geht es um Enthaltsamkeit. Es ist ein Gottesdienst und eine Zeit der Besinnung, in der auch Selbstdisziplin eingeübt und soziales Mitgefühl entwickelt werden soll.

In diesem Jahr beginnt der Ramadan am 16. Mai und endet am 14. Juni. Wegen der Zeitunterschiede in den geografischen Regionen können sich die Daten um einen Tag nach vorn oder hinten verschieben. Vom Fasten ausgeschlossen sind Reisende, Schwangere, Stillende, Kranke und Alte. Die Frauen unterbrechen während ihrer Periode das Fasten und holen diese Zeit nach dem Ramadan nach.

Die Voraussetzung für das Fasten ist körperliche Fitness, wenn diese erfüllt ist, sind gesundheitliche Schäden in der Regel nicht zu erwarten. Eine besondere Bedeutung nimmt hier die Ernährung ein. Kranke, die ihre Medikation nicht unterbrechen oder zeitlich verschieben können, sollten daher nicht fasten. Zudem sollten sie ihre Arzneimittel nicht eigenständig absetzen, beispielsweise kann es bei Diabetikern zu gefährlichen Stoffwechselentgleisungen kommen.

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