Körperlehre

Fünf Tipps für Yoga-Anfänger

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Berlin -

Sonnengruß und Kobra: Hunderttausende Menschen haben heute Morgen in Indien mit einer 45-minütigen Yogastunde den zweiten Weltyogatag gefeiert. Auch hierzulande gibt es immer mehr Anhänger der indischen Körperlehre. Die Entspannungs-, Atem- und Körperübungen können gegen Stress helfen, die innere Ruhe fördern und Schmerzen lindern.

Tipp eins: Richtige Art finden. Schnell und mit Schwung oder langsam und meditativ. Yoga wird in vielen unterschiedlichen Arten angeboten. Weit verbreitet ist Hatha-Yoga, das für Anfänger gut geeignet ist. Dabei soll eine Kombination aus Körperübungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayama) und Meditation das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist wieder herstellen. Eine dynamischere Variante ist Kundalini-Yoga. Langsamere, therapeutischere Richtungen sind Vini- und Iyengar-Yoga. Bei letzterem wird mit Hilfsmitteln gearbeitet. Eher für Geübte oder fitte Neulinge ist das fordernde Ashtanga-Yoga gedacht. Beim Power-Yoga, das in vielen Fitnessstudios angeboten wird, steht eher der sportliche Gedanke als die Yogi-Lehre im Vordergrund.

Tipp zwei: Lehrer prüfen. Yoga kann alleine oder in Gesellschaft betrieben werden. Anfänger sollten sich aber nicht auf DVDs oder Bücher verlassen. Denn die Übungen sind komplex und sollten von Beginn an richtig ausgeführt werden. Teurer Einzelunterricht muss jedoch nicht zwingend sein. In Yogaschulen kann oft in einer Probestunde mit einer Gruppe die „Chemie“ zum Lehrer und zu den anderen Teilnehmern getestet werden.

Ein guter Trainer sollte nicht nur Hintergrundwissen haben und mit der Anatomie des Körpers vertraut sein. Er muss auch auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler eingehen. Während des Kurses sollte er die Haltung regelmäßig überprüfen. Von Vorteil ist dabei, wenn die Gruppe nicht zu groß ist. Die Ausbildung des Yogalehrers sollte mindestens drei Jahre gedauert haben. Der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) gibt beispielsweise eine Übersicht über verschiedene Anbieter. Eine Einzelstunde kostet im Schnitt rund 50 Euro, in der Gruppe werden für 75 Minuten rund 15 Euro fällig.

Tipp drei: Langsam beginnen.
Yoga ist kein Wettbewerb. Wer beim Sonnengruß die Handflächen im Stehen nicht auf den Boden legen kann, sollte dies nicht erzwingen. Sonst drohen Verletzungen. Yoga ist eine Kombination von Spannung und Entspannung. Bei Unsicherheiten, sollten sich Anfänger immer Rat vom Lehrer holen. Auch Meditieren will gelernt sein. Wer zu Beginn Schwierigkeiten hat, sich auf sein Chakra zu konzentrieren, steht nicht alleine da. Doch mit Ausdauer und Offenheit können diese Energiekanäle bewusst erfahren werden.

Tipp vier: Hilft gegen Schmerzen. Studien zeigen, dass sich Yoga positiv bei Rückenschmerzen auswirkt. Laut BDY ist die Wahrscheinlichkeit einer Besserung des Gesundheitszustandes bei den Patienten, die Yoga praktizieren, mehr als dreimal so hoch wie bei denen, die es nicht tun. Einer Untersuchung zufolge profitierten etwa zwei Drittel der Patienten von der Teilnahme an einem Yogakurs. Die indische Lehre soll sich auch positiv auf Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und die Folgen des Metabolischen Syndroms auswirken.

Tipp fünf: Zuschuss beantragen. Zahlreiche Krankenkassen wie die AOKen, die Techniker Krankenkasse (TK) oder die DAK Gesundheit unterstützen ihre Mitglieder bei Gesundheitsleistungen wie Yoga. Das Angebot wurde in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Unterricht wird für Schwangere, Senioren und Kinder angeboten. Wer sich nicht direkt bei einem vorgeschlagenen Kurs der Kasse anmeldet, kann trotzdem eine finanzielle Förderung beantragen. Bei der AOK etwa gilt als Voraussetzung, dass der Lehrer zertifiziert ist. Dann beteiligt sich die Kasse im Rahmen der Prävention an den Kosten.

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