Die PTA mit der schwarzen Seele

Gothic-PTA: Endlich Mama mit 40 APOTHEKE ADHOC, 25.12.2018 18:02 Uhr

Berlin - In einer 5000-Einwohner-Gemeinde aufzufallen, ist nicht schwer. Vor allem nicht wenn man sich als PTA nicht um Konventionen kümmert. Zwar stand sie auch im Kittel am HV. Doch Make-up, Frisur und Stil waren so ungewöhnlich, dass die Kunden sie für eine Anhängerin des Satan-Kultes hielten. Da dachten die Kunden auch schon mal, Knaus hätte ihre Arzneimittel verhext. Doch so extrem ist das heute nicht mehr. Die etwas andere PTA ist Mutter geworden.

16 Jahre lang arbeitet Knaus nun schon in der Schloss-Apotheke in Angelbachtal, wo sie auch ihr Praktikum absolvierte. Damals bekam sie in der ländlichen Gegend Baden-Württembergs sogar Spitznamen wie „die Leiche“ oder „Teufelsanbeterin“. Der Grund: Knaus ist Anhängerin der Gothic-Kultur und der Cosplay-Bewegung. Der Begriff Cosplay bezeichnet einen Verkleidungstrend, der in den 1990er-Jahren mit dem Manga- und Anime-Boom nach Europa und in die USA kam. Ein Cosplay-Anhänger stellt eine Figur aus Manga, Anime, Comic, Film oder Computerspiel dar. Ihre aufwendigen Verkleidungen hob Knaus sich aber für ihre Freizeit auf.

Doch wie so oft, ändert ein Kind so einiges. Das war auch bei Knaus so. Die PTA hat jetzt mit 40 Jahren ein Kind bekommen. „Ich falle immer noch auf, aber eher durch meine ruhige, freundliche und offene Art“, sagt sie. Zwar habe sie immer noch ihren eigenen Stil, doch der wird heute von den Menschen positiv bewertet. Wie ein Grufti sieht sie heute aber auch nicht mehr aus: „Mittlerweile bin ich ein Reggae-Girl. Das hat sich durch meinen Freund ergeben, der diese Musik Richtung hört.“

Richtig erwachsen fühlt sie sich heute immer noch nicht. „Ich werde wohl noch lange das Kind in mir tragen. Das hält mich jung“, so die 40-Jährige, die von vielen Menschen eher auf Mitte oder Ende 20 geschätzt wird. Vor drei Jahren war sie noch der Meinung: „Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um Mutter zu werden.“ Aus ihrer damals eher pessimistischen Sicht würden Kinder in keine schöne Welt hineingeboren. Das sieht sie heute anders: „Mein Leben hat endlich einen Sinn, denn davor habe ich immer eine innere Leere verspürt, die dank meines Sohnes nun weg ist.“

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