Aus Pflichtbewusstsein

Apotheker und PTA: Trotz Erkältung im HV APOTHEKE ADHOC, 07.11.2018 14:20 Uhr

Berlin - In der Erkältungszeit niesen nicht nur die Kunden. Auch Apothekenmitarbeiter fangen sich am HV-Tisch schnell einen Schnupfen ein. Einer Umfrage zufolge hält eine Erkältung die Mehrheit der Approbierten und PTA nicht zurück, dennoch zur Arbeit zu gehen. Wie steht ihr dazu? Jetzt mitdiskutieren im LABOR von APOTHEKE ADHOC.

Krankheitsbedingte Arbeitsausfälle während der Erkältungszeit sind besonders ärgerlich. Das denken sich offenbar auch die Mitarbeiter in Apotheken. Einer Umfrage des Grippostad-Herstellers Stada zufolge nehmen 97 Prozent der befragten Apotheker, PTA und Ärzte typische Begleiterscheinungen einer Erkältung wie Schnupfen, Halsschmerzen oder Gliederschmerzen hin und erscheinen trotzdem in der Apotheke oder Praxis.

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten gab an, bei „wirklich schweren“ Beschwerden doch zu Hause zu bleiben. Nur 3 Prozent kurieren eine Erkältung der Erhebung zufolge vollständig aus. Ein Grund für das Arbeiten trotz Krankheit sei das ausgeprägte Pflichtbewusstsein von Apothekern, PTA und Ärzten. Ein Viertel der Befragten gab an, sich unwohl mit dem Gedanken zu fühlen, Patienten oder Kollegen im Stich zu lassen. Sie wollten nicht fehlen, weil sie erkältet seien.

16 Prozent empfinden eine Erkältung demnach allgemein als „halb so wild“ und lassen sich von den Symptomen nicht weiter beeinflussen. Stada ließ Mitte Juli 150 Allgemeinmediziner, 75 Apotheker und 75 PTA zu ihrem Verhalten bei einer Erkältung befragen.

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