Könnte Karl Lauterbach (SPD) neuer Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden? Laut einem Bericht der Bild-Zeitung wird der Ex-Gesundheitsminister wohl für den Posten gehandelt.
Die WHO braucht ab Mai 2027 einen neuen Generaldirektor. Wie unter anderem die „Bild“ berichtet, wird Lauterbach genannt, wenn es um die Nachfolge von Tedros Adhanom Ghebreyesus geht. Der Ex-Gesundheitsminister stünde damit an der Spitze der Organisation mit weltweit über 8000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie rund 150 Regionalbüros.
Zu verwalten wäre zuletzt ein Budget von etwa fünf Milliarden Euro. Die „Bild“ zeigt in ihrem Bericht auch ein aktuelles Foto, das Lauterbach Arm in Arm mit dem amtierenden WHO-Chef auf einer Berlinale-Party zeigt.
Eine offizielle Bestätigung gibt es aktuell noch nicht. Gegenüber der „Bild“ äußerte sich Lauterbach nicht dazu.
Lauterbach hätte durchaus Qualifikationen, die für ihn sprächen. Er hat laut „Bild“ als Bundestagsabgeordneter und ehemaliger Gesundheitsminister Erfahrung in der Leitung einer Behörde gesammelt und verfügt als Arzt über medizinisches Fachwissen. Zudem konnte er sich während der Corona-Pandemie international vernetzen.
Allerdings war Lauterbachs Corona-Politik durchaus umstritten; er verfolgte einen recht restriktiven Kurs. Ein großer Kritikpunkt waren die Schulschließungen, die er unlängst selbst als Fehler einräumte.
Rückhalt bekommt der SPD-Politiker laut Bericht von Parteikollegen: „Angesichts des Rückzugs der Vereinigten Staaten aus der WHO ist es sinnvoll und notwendig, dass Deutschland sein Engagement nun ausbaut“, sagte Serdar Yüksel der Neuen Züricher Zeitung (NZZ).
Laut der „Bild“ würde Lauterbach als WHO-Chef ein Gehalt von 298.000 US-Dollar (rund 252.000 Euro) erhalten. Hinzu kämen Zusatzleistungen zur Altersversorgung sowie Bildungsbeihilfen für Kinder (bis zu 33.000 US-Dollar pro Kind) und eine Repräsentationspauschale von rund 21.000 US-Dollar jährlich, die Spesen wie Bewirtungen, Kleidung oder Blumenbouquets abdecke.
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