Noweda-Besuch

Seidenath: An Erhöhung des Fixums führt kein Weg vorbei

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Berlin -

Der Apothekenreform fehlt nicht nur aus Sicht der Apotheker:innen ein essenzieller Punkt – die im Koalitionsvertrag vereinbarte Honorarerhöhung. Auch aus der Politik kommt Kritik an den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums. Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag, stellt sich auf die Seite der Apotheken. „An der im Koalitionsvertrag konkret zugesagten Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro führt kein Weg vorbei“, so der Politiker bei seinem Besuch der Noweda ist Bergkirchen.

Nur mit einer Honorarerhöhung lasse sich die wohnortnahe Versorgung mit Arzneimitteln auch künftig sichern, machte Seidenath beim Besuch der Noweda-Niederlassung deutlich. „Viele Betriebe sind ausgeblutet und junge Leute scheuen die Übernahme. Gerade für die Versorgung im ländlichen Raum ist das eine dramatische Entwicklung“, so Bernd Stocker, Noweda-Vertriebsleiter Bergkirchen.

Auch Carolina Trautner, Apothekerin und Mitglied im Gesundheitsausschuss des bayerischen Landtags, appelliert: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht komplett das Vertrauen verspielen. Apotheken brauchen Verlässlichkeit und Stabilität. Die flächendeckende und sichere Arzneimittelversorgung darf nicht durch wirtschaftliche Schwierigkeiten und Bürokratie gefährdet werden.“

„Die Apothekenreform muss dringend nachgebessert werden“, so das Fazit der Politiker:innen. Trautner und Seidenath sprechen sich zudem klar gegen die geplante PTA-Vertretung aus und fordern ein Ende der Diskussion um die Apotheke ohne Apotheker. „Wir brauchen gestärkte Apotheken für eine verlässliche Versorgung und dafür werden wir uns in Berlin einsetzen.“ Dies sei auch vor dem Hintergrund des Verdrängungswettbewerbs durch Online-Apotheken nötig.

Thematisiert wurden auch die Unterschiede in puncto Arzneimittelversand. Während Großhandel und Apotheken strenge Vorgaben bei Transport und Lagerung von Arzneimittel einhalten müssen, gibt es für den Versandhandel Erleichterungen. Für Seidenath ein No-Go: „Eine verlässliche Versorgung gelingt nur, wenn für Versand- und Vor-Ort-Apotheken die gleichen Spielregeln gelten, etwa bei Kühlketten und Nachweispflichten. Wir stehen weiterhin klar für ein Verbot des Versandhandels für verschreibungspflichtige Arzneimittel, wie in anderen EU-Ländern.“

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