Grippeimpfstoffe

Sachsen-Anhalt schreibt Impfstoff-Lieferung aus

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Während die exklusive Belieferung von Grippeimpfstoffen an Arztpraxen in Sachsen-Anhalt angelaufen ist, schreiben die Krankenkassen die Versorgung zum dritten Mal aus. Auch für die Saison 2012/2013 wird das Bundesland in die drei Losgebiete Magdeburg, Halle und Dessau eingeteilt. Gebote können für ein oder mehrere Lose eingereicht werden, ausschlaggebend ist der niedrigste Preis.

Apotheken oder Versender müssen Referenzen für die Impfstoffversorgung in den vergangenen zwei Saisons vorlegen. Unter anderem fragen die Kassen nach den belieferten Ärzten, der Anzahl der ausgelieferten Dosen und den jeweiligen Umsätzen. Zudem sollen die Bewerber Angaben zur Mitarbeiteranzahl und zum geplanten Logistikkonzept machen - hier geht es beispielsweise um Lager- und Kühlkapazitäten, Fuhrpark, Software, Erreichbarkeit und Bestellannahme.

Die Unterlagen können bis Ende September angefordert werden. Am 1. November endet die Frist für die Einreichung der Angebote, die bis zum 30. November bindend sind. Der Vertrag läuft von Februar 2012 bis Juni 2013.

Derzeit versorgt die Schloss Apotheke in Bergisch Gladbach das gesamte Bundesland. Inhaber Markus Kerckhoff setzte sich gegen die Stern-Apotheke aus Magdeburg durch, die in der Saison 2010/2011 die Vakzine an die Ärzte geliefert hatte.

Das Modell trifft nicht überall auf Zustimmung: In einem Brief appellierten die Ärzte an die Kassen, von weiteren Ausschreibungen abzusehen. Es gebe sinnvolle und umsetzbare Alternativen, einige Hersteller hätten ihre Preise gesenkt. Influsplit von GlaxoSmithKline, das von Kerckhoff nicht ausgeliefert wird, ist demnach für 5,47 Euro pro Dosis erhältlich.

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