PKV

Luxusleistungen für Privatversicherte

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Berlin -

Wenn von der Zwei-Klassen-Medizin die Rede ist, dann sind die Leistungsunterschiede zwischen den privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen gemeint. Im Segment der PKV wird nochmals gestaffelt: So werden für Höchstzahler Premiumtarife angeboten, die noch über der Chefarztbehandlung liegen.

Die Luxustarife der Privaten übernehmen Kosten für ärztliche Leistungen auch dann, wenn sie über den Höchstgrenzen der Gebührenordnung der Ärzte liegen. Die Versicherten dürfen zudem ihren Arzt frei wählen und werden bei Krankenhausaufenthalten komfortabel in ein Ein- oder Zweibettzimmern untergebracht.

Das kennen die meisten Privatversicherten. Doch die PKV kommen etwa Krebspatienten im Luxustarif besonders entgegen. Gerade bei dieser schweren Krankheit seien die Kassen großzügig, so ein Sprecher von Signal Iduna. So würden auch zwei verschiedene Behandlungsansätze vollständig übernommen, solange sie sich sinnvoll ergänzten.

Die AXA, DKV, Signal Iduna mit dem Deutschen Ring und r+v bieten ihren Versicherten im Luxustarif erleichterten Zugang zu Experten. Bei der AXA werden den Versicherten Partnerärzte vorgeschlagen, die in der jeweiligen Krebserkrankung spezialisiert sind. Wenn gewünscht, steht die Versicherung dem Patienten bei der Kontaktaufnahme mit dem Experten zur Seite.

Auch die Signal Iduna betreibt eine Hotline, die Patienten Hinweise zu Experten gibt. Für Ballungsgebiete, etwa den Großraum Hamburg, wird für die Versicherten zudem ein Terminpool innerhalb des Ärztenetzes reserviert. Daher kann an sie ein kurzfristiger Termin bei einem Spezialisten vergeben werden.

Der Abschluss des Komforttarifs ist nicht zwingende Voraussetzung, um sich von der privaten Krankenkasse zu einem Experten vermitteln zu lassen. Dieser Service wird etwa von der Signal Iduna allen Vollversicherten und auch Kunden mit einer stationären oder ambulanten Zusatzversicherung gewährt.

In den Tarifen BestMed BMK, BMZ1, KTC der DKV haben Versicherten ebenfalls Zugang zu einem Expertennetzwerk. Darüber hinaus stellt die DKV auf Wunsch des Patienten Kontakt zu einem führenden Spezialisten her und vermittelt innerhalb von fünf Tagen einen Termin. Dabei beschränkt sich diese Leistung nicht auf Versicherte der DKV: Patienten anderer privater Krankenversicherungen im vergleichbaren Tarif können den Dienst ebenfalls in Anspruch nehmen.

Die Kosten für ein „Cancer Panel“ würde zwar keine Versicherung tragen. Aber in Deutschland gebe es an allen Universitätskliniken und Tumorzentren sogenannte Tumor-Boards, die fachübergreifend für Einzelfälle die Therapie besprechen und evaluieren.

Dafür könne die Versicherung aufkommen, hieß es von der Signal Iduna und der Allianz. Bei schwierigen Konstellationen werde zusätzlich international Expertise eingeholt, ergänzt die Allianz. Diese Leistung sei in AktiMed Best enthalten.

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