Zwischen Mondpreisen und Lieferengpässen

, Uhr aktualisiert am 12.10.2015 12:06 Uhr

Berlin - Krankenhausapotheken stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen: Zum einen sollen sie die bestmögliche Medikamentenbehandlung ihrer Patienten sicherstellen, zum anderen haben sie mehr und mehr ökonomische Aspekte zu berücksichtigen. In seinem Vortrag auf dem Kongress des Weltapothekerverbands FIP erläuterte Dr. Torsten Hoppe-Tichy, Leiter der Apotheke der Universitätsklinik Heidelberg, die aktuellen Schwierigkeiten deutscher Krankenhausapotheken.

Medikamentenengpässe seien in Deutschland keine Seltenheit, betonte er. Jede Woche müsse er in seiner Heidelberger Klinik-Apotheke Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung finden. In den vergangenen Jahren sei es zu etwa 1000 Engpässen gekommen; auch grundlegende Antibiotika hätten gefehlt.

Kritisch sieht Hoppe-Tichy, dass Hersteller nicht jeden Engpass melden müssen. Zudem gebe es keine Richtlinien, welche Medikamente die Pharmaindustrie in welchem Umfang vorrätig halten müsse. Der Verbrauch im Krankenhaus werde von der Industrie nicht eingerechnet, kritisiert er. Daher forderte er einen geregelten Prozess, über den Pharmakonzerne den Krankenhausapotheken Engpässe mitteilen müssen.

Einzelne Apotheken würden derzeit bereits Strafzahlungen bei Lieferengpässen vereinbaren. Das sei zwar geeignet, um bei Ausfällen etwas Geld zurückzugewinnen, aber es helfe dem Patienten wenig, der dringend ein Medikament benötige, so Hoppe-Tichy. Außerdem sei es wichtig, einen zuverlässigen Lieferanten zu wählen. „Doch woher wollen wir wissen, welcher Anbieter immer lieferbar ist?”

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