Freie Arztwahl

KBV will bessere Patientensteuerung dpa, 07.08.2016 10:39 Uhr

Berlin - Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) dringt darauf, dass Patienten einen Arzt als zentrale Anlaufstelle wählen. „Das macht Sinn, damit wir Doppeluntersuchungen und überflüssige Krankenhausaufenthalte vermeiden und einen Überblick bei der Medikation behalten“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen.

Eine koordinierte Inanspruchnahme – und damit eine bessere Patientensteuerung –sei nicht nur für den Patienten besser, sondern langfristig auch für das Gesundheitssystem, weil es Ressourcen optimiere, erläuterte Gassen. Und auf längere Sicht sei auf diesem Wege auch eine Verbesserung der Patientenversorgung möglich.

Wichtig sei grundsätzlich, dass sich Patienten an einem Arzt orientieren und nicht ständig wechseln. Denn der nächste Arzt, den der Patient aufsuche, behandle ihn mit einem Informationsdefizit, da er die Unterlagen des vorherigen behandelnden Arztes nicht kenne.

Natürlich könne ein Patient jederzeit den Arzt wechseln. In Deutschland gilt die freie Arztwahl. Aber er sollte dabei in seinem eigenen Interesse darauf achten, dass der Arzt, für den sich der Patient als zentralen Ansprechpartner entscheidet, auch alle Informationen kennt, sagt Gassen.
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