Wechsel im Vorstand

KBV: Steiner folgt auf Kriedel

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Berlin -

Bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gibt es einen Wechsel im Vorstand: Dr. Sibylle Steiner tritt die Nachfolge von Dr. Thomas Kriedel an. Vorstandschef Dr. Andreas Gassen und Vize Dr. Stephan Hofmeister wurden wiedergewählt.

„Ich freue mich, dass die Vertreterversammlung uns als Vorstandsteam ihr Vertrauen schenkt“, sagte Gassen. „Eine hochwertige medizinische und psychotherapeutische Versorgung ist untrennbar verbunden mit der unermüdlichen Arbeit der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und ihrer Teams. Das müssen wir Politik im Besonderen und der Gesellschaft im Allgemeinen immer wieder deutlich machen. Ohne Praxen geht es einfach nicht.“

Gassen ist niedergelassener Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rheumatologie in einer Gemeinschaftspraxis in Düsseldorf und steht bereits seit 2014 an der Spitze der KBV.

Hofmeister ist seit 2017 als Vize für die KBV tätig. Von 1999 bis 2013 hatte er als niedergelassener Hausarzt in Hamburg praktiziert, danach war er von 2014 bis 2017 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg.

„Ob Notfallreform, Digitalisierung oder Ambulantisierung, zurzeit werden entscheidende Weichen für die Gesundheitsversorgung der Zukunft gestellt. Wir müssen und wollen hier prägend mitgestalten. Das geht nur gemeinsam mit einer starken ärztlichen und psychotherapeutischen Selbstverwaltung“, sagte er.

Steiner ist seit 2008 bei der KBV, davor hatte sie unter anderem für Iges-Institut, Merck, Pfizer und HealthEcon gearbeitet. Bis 2013 leitete sie bei der KBV die Abteilung Arzneimittel, danach war sie Dezernentin im Dezernat Ärztliche und veranlasste Leistungen. Zwischenzeitlich leitete sie außerdem die bereichsübergreifende Task Force zur Corona-Pandemie.

„Dass wir in Deutschland trotz aller Probleme über eines der weltweit leistungsfähigsten Gesundheitssysteme verfügen, ist nicht nur, aber sehr stark dem ambulanten System mit niedergelassenen Praxen zu verdanken. Das hat sich insbesondere auch bei der Bewältigung der Corona-Pandemie gezeigt. Und dieses System gilt es weiter zu entwickeln und zukunftsfest zu machen“, sagte sie.

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