Offener Brief an Bahr

Hansmann: Politisch getriggerte Verweigerungshaltung

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Berlin -

In der Debatte um die Erhöhung des Fixhonorars legt Uwe Hansmann, Vize beim Apothekerverband Niedersachsen, nach: In einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will Hansmann eine „sachlich, sauber begründete und menschlich einwandfreie Erklärung“ für die aus seiner Sicht zu niedrig ausgefallene Honorarerhöhung.

 

„Die aktuelle Debatte um die Honorierung der Deutschen Apothekerschaft gewinnt zunehmend an Fahrt“, konstatiert Hansmann. „Dass es soweit gekommen ist, ist zu einem sehr großen Teil Ihrer - politisch getriggerten – Verweigerunghaltung [...] geschuldet“, heißt es in dem Schreiben.

In seinem Brief stellt Hansmann dem Minister fünf Fragen: „Ist Ihnen überhaupt klar, wer in den vergangenen Jahren dafür gesorgt hat, daß die - mit Ihnen ins gleiche Horn stoßenden - Krankenkassen ihre zusätzlichen Einsparungen durch immer mehr Rabattverträge in nicht geringer Höhe realisieren konnten?“

Der Vize des Apothekerverbandes Niedersachsen will zudem Bahrs Ansicht zu den von den Apothekern getragenen Investitionen in Hard- und Software wissen: „Ist Ihnen klar, dass zusätzlich erhebliche weitere Betriebsmittel zwangsläufig in die permanente Schulung von Mitarbeitern zur einwandfreien Bedienung der Software [...] geflossen sind?“

 

 

An Stelle einer Honorarerhöhung habe der Gesetzgeber im Gegenteil dafür gesorgt, dass den Apotheken „über die unsägliche Abschlagsorgie via GKV“ nicht unerhebliche Summen entzogen worden seien. Hansmann appelliert daher an Bahrs „gesunden Menschenverstand“: „Ich hoffe, dass das Durchlesen dieser Fragestellungen bei Ihnen zu erneutem Nachdenken führt.“

Für die Zukunft sieht Hansmann schwarz: Die Politik „Ihrer 'Mittelstandspartei' FDP“ treibe die Apotheker ins „wirtschaftliche Nirwana“. Er kommt daher zu dem Schluss: „Es ist mir persönlich völlig unverständlich, wieso Sie in dieser Form mit unserem Berufsstand verfahren.“

Bereits am Wochenende hatte Hansmann einen Brandbrief an Bahr und die Mitarbeiter des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) geschrieben, in dem er Bahr aufforderte, von seinem „hohen Ross“ herunter zu kommen.

 

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