„Die Politik schaut weiterhin zu“

Groeneveld: Zugesagtes Fixum erhöhen – jetzt!

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Berlin -

Der Landesapothekerverband Niedersachsen (LAV) drängt erneut darauf, dass die Bundesregierung die im Koalitionsvertrag festgehaltene Erhöhung des Fixums unverzüglich umsetzt. „Die Politik schaut weiterhin zu, wie sich mit dem Rückgang der Apotheken die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zunehmend verschlechtert“, so der Vorstandsvorsitzende Berend Groeneveld.

Die Apotheken bräuchten nach jahrelangem Stillstand nun schnellstmöglich finanzielle Stärkung. „Das Bundesgesundheitsministerium hat beim Gesetzentwurf des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes zwar einige Punkte nachgebessert, doch die versprochene und dringend notwendige Erhöhung des Apothekenhonorars ist bislang ausgeblieben“, kritisiert Groeneveld. Durch einen weiteren Aufschub werde die flächendeckende Arzneimittelversorgung gefährdet. „Für die Patientinnen und Patienten bedeutet dies immer weitere Wege, um ihre Arzneimittel und qualifizierte Beratung in der Apotheke vor Ort zu erhalten.“

„Wir Apothekerinnen und Apotheker brauchen eine verlässliche finanzielle Grundlage und Planungssicherheit, um unsere Kernaufgaben weiterhin zuverlässig erfüllen und die geplanten neuen Leistungen übernehmen zu können“, so Groeneveld. „Wir fordern daher die Politik erneut auf, die im Koalitionsvertrag zugesagte Anpassung der Vergütung jetzt umzusetzen.“

Die Landesregierung und Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi (SPD) habe den Ernst der Lage bereits erkannt. „Wir fragen uns, warum dies der Bund nicht erkennt und nicht schon längst die erforderlichen Schritte einer Anpassung des Apothekenhonorars angegangen ist. Die Politik schaut weiterhin zu, wie sich mit dem Rückgang der Apotheken die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zunehmend verschlechtert. Leitet die Politik nicht schnellstmöglich die zugesagte Anpassung des Apothekenhonorars in die Wege, werden wir die Bevölkerung noch intensiver auf die gravierenden Folgen des Apothekenrückganges für die Gesundheitsversorgung aufmerksam machen.“

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