Diabetes

Fachverbände fordern Diabetes-Plan

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Berlin -

Eine Delegation mehrerer Diabetes-Fachverbände hat dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) ein „Basispapier zum Nationalen Diabetes-Plan“ vorgestellt. Die Delegation will nun einen politischen Auftrag für die Umsetzung ihres Plans erhalten.

Bereits 2010 hatte die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG), der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungs-Berufe (VDBD) und diabetesDE beim damaligen Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) einen Nationalen Diabetes-Plan gefordert . Daraufhin sollten die Fachverbände eine Handlungsempfehlung für die Umsetzung des Plans erstellen – als Vorbild sollte der Nationale Krebsplan dienen.

Die Fachverbände haben nun fünf Handlungsfelder definiert: Dazu gehören die primäre Prävention des Diabetes, die Früherkennung des Typ-2-Diabetes, der Aufbau eines nationalen Diabetesregisters, die Versorgungsforschung und die Information und Schulung von Patienten.

Im Bereich der Prävention seien in Deutschland zwar ausreichend Daten zur Effektivität und Effizienz von Präventionsmaßnahmen bei Typ-2-Diabetikern vorhanden, allerdings fehle es an der systematischen und nachhaltigen Umsetzung, heißt es im Basispapier.

Auch sei die Zahl unentdeckter Diabetiker in Deutschland sehr hoch: Die Dunkelziffer schätzen die Patientenvertreter auf etwa zwei bis drei Millionen Menschen. Um präventive Maßnahmen effektiv einsetzen zu können, sei ein Diabetesregister notwendig. Bislang fehle es an systematischen Daten zur Behandlung des Diabetes und deren Ergebnisse.

Zur Delegation gehören die Deutsche Diabetes-Hilfe , die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) sowie der Berufsverband der Niedergelassenen Diabetologen, der Hausärzteverband und der Deutsche Diabetikerbund.

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