Apothekenhonorar

Dobbert: Kassen sind die Kostentreiber

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Berlin -

Die Proteste der Apotheker gegen die Berichterstattung zum Apothekenhonorar zeigen Wirkung: Die Tageszeitung „Märkische Allgemeine“ (MAZ) hat die Kritik der Landesapothekerkammer Brandenburg an einem Bericht veröffentlicht. Die Kammer hatte in der vergangenen Woche moniert, in dem Beitrag entstehe der Eindruck, Apotheker vereinnahmten die Zuzahlung für sich.

Die MAZ hatte zum Hintergrund über die geplante Honorarerhöhung erklärt, die Apotheker erhielten heute einen Festbetrag von 8,10 und einen Zuschlag von 3 Prozent. „Ein dritter Posten sind die Zuzahlungen, die die Patienten in der Apotheke selbst zahlen“, hieß es weiter.

Kammerpräsident Jens Dobbert wollte klarstellen, dass die Apotheken die Zuzahlung nicht für sich behalten. Sie seien vielmehr als „Inkassobeauftragte der Krankenkassen“ tätig, schrieb er an die Zeitung. Außerdem wies Dobbert auf den Kassenabschlag hin.

Die vermeintlich hohen Ausgaben für Apotheken will der Kammerpräsident relativieren: Krankenkassen und Apotheken hätten etwa gleich viele Mitarbeiter. Trotzdem bräuchten die Kassen 9,4 Milliarden Euro für ihre Verwaltung – mehr als das Doppelte dessen, was für die gesamte Arzneimittelversorgung und den Apothekenbetrieb ausgegeben würde. „Wer ist hier also der Kostentreiber?“, fragt Dobbert.

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