Rabattverträge

Apotheker sauer auf AOK

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Der Apothekerverband Sachsen-Anhalt hat den Vorwurf der AOK zurückgewiesen, die Apotheker hielten sich nicht an die Rabattverträge. „Die Apotheken haben wirtschaftlich überhaupt nichts davon, die Rabattverträge zu unterlaufen. Wenn ein anderes Arzneimittel abgegeben wurde, dann immer nur im Sinne des Patienten“, sagte der Verbandsvorsitzende Matthias Arnold gegenüber APOTHEKE ADHOC.

Arnold zweifelt auch an den von der Kasse publizierten Zahlen, denen zufolge die Umsetzungsquote der AOK-Rabattverträge in Sachsen-Anhalt bei knapp über 50 Prozent lag. „Die Rechenzentren liefern uns ganz andere Zahlen“, so Arnold. In vielen Fällen gehe es vermutlich um die unterschiedlichen Rechtsauffassungen zur Substitutionspflicht bei Fragen der identischen Packungsgröße oder der Übereinstimmung der Indikationsgebiete, so der Verbandschef. Hier fehle noch immer rechtliche Klarheit.

Dass die AOK trotzdem mit ihren Zahlen an die Öffentlichkeit gegangen war, empfindet man beim Verband als Affront. Jetzt wollen die Apotheker das Gespräch mit der Kasse suchen. „Wir verstehen uns als Anwalt der Patienten. Leider haben viele Krankenkassen in diesen Tagen eine rein monetäre Betrachtungsweise“, so Arnold.

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