Diabetes

Zu niedriger HbA1c erhöht Sterberisiko

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Zu hohe Blutzuckerwerte erhöhen bei Diabetikern das Risiko für Folgeerkrankungen. Dauerhaft zu niedrige Werte können einer aktuellen Studie zufolge allerdings ebenfalls schädlich sein. Sie erhöhen demnach das Sterberisiko. Den Wissenschaftlern der Universität von Chicago zufolge sollte der HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern nicht über 8 Prozent, aber auch nicht unter 6 Prozent liegen.

Die US-Mediziner, die ihre Ergebnisse im Fachjournal „Diabetes Care“ veröffentlicht haben, hatten die Daten von mehr als 71.000 Patienten mit Typ-2-Diabetes im Alter von mindestens 60 Jahren ausgewertet. Ihr Befinden war über vier Jahre beobachtet worden.

Bei Patienten mit deutlich erhöhten Langzeit-Blutzuckerwerten traten erwartungsgemäß häufiger Komplikationen und Todesfälle auf. Doch auch bei Diabetikern mit einem HbA1c-Wert unter 6 Prozent, der für gesunde Erwachsene als normal gilt, war das Sterberisiko leicht, aber statistisch signifikant erhöht. Bereits 2008 war eine Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass es für Typ-2-Diabetiker schädlich ist, den Blutzuckerspiegel auf das Niveau eines Gesunden zu senken.

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