Zulassungserweiterung

Zoledronsäure auch für Männer

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Männer die aufgrund einer Osteoporoserkrankung ein erhöhtes Frakturrisiko haben, können künftig mit dem Bisphosphonat Zoledronsäure (Aclasta) behandelt werden. Die Europäische Kommission hat das Anwendungsgebiet für das Medikament entsprechend erweitert, teilte der Hersteller Novartis mit. Bisher war Aclasta lediglich für postmenopausale Frauen zugelassen. Zoledronsäure wird einmal jährlich intravenös verabreicht.

Nach Angaben von Novartis erleidet einer von fünf Männern über 50 Jahren eine osteoporotische Fraktur. Nach einem Bruch der Hüfte sei die Sterblichkeit in den folgenden Jahren bei Männern höher als bei Frauen: In den ersten sechs Monaten nach der Fraktur hätten die männlichen Patienten eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit zu sterben wie die weiblichen.

Aclasta ist seit Oktober vergangenen Jahres für die Behandlung von Osteoporose in Europa zugelassen und derzeit in mehr als 70 Ländern weltweit auf dem Markt. Unter dem Handelsnamen Zometra vertreibt Novartis Zoledronsäure auch zur Therapie der turmorinduzierten Hypercalcämie.

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