Rückrufe

Freisetzungsprobleme bei Isoket

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Berlin -

UCB ruft alle Chargen des Herzmedikaments Isoket retard in der Dosierung 60 Milligramm zurück. Betroffen sind alle Packungsgrößen mit 60, 98 und 100 Stück sowie die Bündelpackung mit 5x70 Stück. Hintergrund sind Probleme bei der Freisetzung des Wirkstoffs, die Einfluss auf die Bioverfügbarkeit haben können.

Bislang gebe es keine Hinweise auf eine Gefährdung der Patientensicherheit, so der Hersteller. Ein möglicher Effekt auf den Patienten könne aber nicht ausgeschlossen werden. Vorsorglich sollen die Apotheken ihre Lagerbestände kontrollieren und die betroffenen Packungen an den Auftragslogistiker Aesica zurückschicken.

Bis auf Weiteres ist daher in der Wirkstärke keine Ware mehr im Markt, laut UCB ist auch nicht sicher, ob die Dosierung zurückkommt. Andere Produktvarianten seien nicht betroffen. Die Probleme waren bei routinemäßigen Stabilitätsuntersuchungen aufgefallen. Laut Arzneiverordnungsreport wurde Isoket 2013 rund 417.000 Mal auf Kassenrezept verordnet. Der Umsatz ist mittlerweile auf 7,2 Millionen Euro gesunken.

Mylan dura ruft die Charge 8018661 seiner Clarithromycin-Tabletten in der Stärke 500 Milligramm mit 14 Stück zurück. Grund ist ein abweichender Wirkstoffgehalt. Die Ware wurde zwischen 14. Februar und 20. März 2014 ausgeliefert und soll jetzt an den Hersteller zurückgeschickt werden.

Aliud schließlich ruft Cefpodoxim-Filmtabletten à 200 Milligramm und 15 Stück in der Charge 45208V zurück. Aus mehreren Apotheken seien fehlende variable Daten auf den Faltschachteln reklamiert worden. Ein Risiko für die Patienten gebe es nicht, da die Blister korrekt gekennzeichnet seien. Packungen mit dem beschriebenen Mangel sollen zur Gutschrift zurückgeschickt werden.

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