Kinder

Neues Asthma Gen entdeckt

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Einige Kinder bekommen Asthma, andere nicht. Warum das so ist, war bisher unklar. Nun haben internationale Forscher ein neues Asthma-Gen bei Kindern gefunden.

Bei der groß angelegten Studie waren insgesamt 2643 Kindern aus Deutschland, Österreich und Großbritannien beteiligt. Mehr als 317 000 Positionen im Erbgut gesunder und Asthma-kranker Kinder wurden untersucht und verglichen. Das Ergebnis: Bei vielen Asthma-kranken Kindern sind einzelne Genbausteine verändert. So erhöhen laut Angaben von Michael Kabesch, Forscher an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und beteiligt an dem Projekt, mehrere Genveränderungen auf einem Abschnitt des Chromosoms 17q21 das Risiko, an Asthma zu erkranken, um 50 Prozent.

Die Ergebnisse der im Fachjournal „Nature“ präsentierten Studie zeigen, dass Variationen im Genkomplex ORMDL3 auf Chromosom 17q21 bei Asthma-kranken Kindern häufiger vorkommen als bei gesunden. Die Forscher sehen darin einen deutlichen Risikofaktor für die Erkrankung. Die Funktion der von der Variation betroffenen Proteine ist dabei noch völlig unklar. Kabesch ist sicher, dass die Entdeckung ein besseres Verständnis von der Erkrankung mit sich bringt und sich neue Perspektiven bei der Therapie ergeben werden.

Eine genetischer Zusammenhang mit der Entstehung der Krankheit stand auch vor der Studie fest: So erkranken Kinder, deren Eltern Asthmatiker sind, häufiger als Kinder gesunder Eltern. Asthma ist aber nicht ausschließlich von den Genen abhängig. Zu 80 Prozent gelten Umwelteinflüsse als Auslöser.

Asthma kann bereits im frühen Kindesalter auftreten und ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern. In Deutschland leiden etwa zehn Prozent der Kinder darunter.

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