KwikPen modifiziert

Keine Restmenge: Neuer Pen für Mounjaro

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Berlin -

Bei Mounjaro (Tirzepatid, Lilly) sorgte das Restvolumen, dass nach der vierten Injektion entsorgt werden muss, für Verunsicherungen und Reklamationen bei Anwender:innen. Lilly hat reagiert und eine Modifikation des KwikPens vorgenommen. Damit wird es künftig kein Restvolumen mehr geben.

Der KwikPen in der alten Version enthält nach ordnungsgemäßer Verabreichung der enthaltenen vier Dosen eine Restmenge. Diese Überfüllung ist aufgrund der notwendigen Entlüftung und produktionstechnischer Erfordernisse nötig. Das Restvolumen ist nicht für die Injektion vorgesehen, macht Lilly klar. Nach der vierten und letzten Dosis muss der Mounjaro KwikPen einschließlich der Restmenge entsorgt werden.

Ein Entlüften ist nötig, da sichergestellt werden muss, dass Luft aus der Patrone entfernt wird und der Pen ordnungsgemäß funktioniert. Pro Pen können maximal acht Entlüftungen vorgenommen werden. Wird häufiger entlüftet, kann der Pen vor der vierten Anwendung blockieren. Zudem ist vor jeder Injektion eine neue Nadel aufzustecken.

Die Modifikation des Mounjaro KwikPens soll die Anwenderfreundlichkeit verbessern. Beim bisherigen Modell ist nach der Anwendung von vier Dosen eine Restmenge des Medikaments im Pen verblieben. Diese konnte nicht mehr appliziert werden. Durch technische Anpassungen – einen längeren Kolben – und eine optimierte Füllmenge enthält neue Pen künftig keine relevante Restmenge mehr, teilt Lilly mit. Nach der vierten und letzten Dosis ist der Pen vollständig entleert und kann entsorgt werden.

Allerdings wird es eine Übergangszeit geben, in der beide Varianten des KwickPens verfügbar sind. Die ersten neuen Pens werden voraussichtlich ab Januar ausgeliefert. Den Start macht Mounjaro KwikPen15mg in der Quartalspackung. Weitere Stärken und Packungsgrößen im Laufe des Jahres folgen. Änderungen in der Anwendung gibt es nicht – beide Versionen funktionieren identisch. Es sind weiterhin vier volle Dosen sowie Arzneimittel für die Entlüftung enthalten. Auch Verpackung, PZN und Preis bleiben unverändert.

Mounjaro ist in zwei Indikationen zugelassen – als wöchentliche Anwendung zur Behandlung von Diabetes Typ 2 und zum Gewichtsmanagement. Tirzepatid ist sowohl ein GLP-1-Analogon, das selektiv als GLP-1-Rezeptoragonist wirkt, als auch ein Analogon des glukoseabhängigen insulinotropen Peptids (GIP). Der Wirkstoff bindet somit sowohl an GLP1- als auch an GIP-Rezeptoren und aktiviert diese. Die Folge: Tirzepatid kann den Blutzuckerspiegel effektiv senken und zur Appetitreduzierung beitragen.

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