Gestagene beeinflussen Thromboserisiko | APOTHEKE ADHOC
Orale Kontrazeptiva

Gestagene beeinflussen Thromboserisiko

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Das Risiko venöser Thrombosen bei der Einnahme von Kombinations-Kontrazeptiva steigt mit der Dosis des enthaltenen Estrogens und der Art des Gestagens. Zu diesen Ergebnissen kommen zwei Studien, die unabhängig voneinander im Fachmagazin „British Medical Journal“ erschienen sind.

Im Durchschnitt könne die Pille die Gefahr für Blutgerinnsel verfünffachen, berichten niederländische Wissenschaftler in ihrer Untersuchung. Für die Studie hatten sie Daten von mehr als 1500 Frauen ausgewertet, die eine venöse Thrombose entwickelt hatten.

Während bei den Gestagenen Levonorgestrel und Norethisteron das Risiko um knapp das Vierfache erhöht ist, steigt es bei Desogestrel um den Faktor 7 im Vergleich zu Frauen, die nicht hormonell verhüten. Ebenso hoch ist das Risiko bei der Kombination mit dem Antiandrogen Cyproteronacetat. Die Gestagene Norgestimat, Drospirenon, Gestoden und Lynestrenol steigern das Risiko um das Sechsfache.

In der zweiten Studie haben dänische Wissenschaftler ähnliche Ergebnisse erhalten: Für die beiden Gestagene Levonorgestrel und Norethisteron besteht das geringste Thromboserisiko. Danach folgen Drospirenon, Desogestrel, Gestoden und Cyproteron.

Beide Forscherteams berichten, dass das Thromboserisko in den ersten Monaten der Einnahme besonders hoch ist - unabhängig davon, welches orale Kontrazeptivum eingenommen wird. Außerdem steigt die Gefahr mit zunehmender Estrogen-Konzentration. Die Wissenschaftler empfehlen bei Kombinationspräparaten solche mit Levonorgestrel und Norethisteron und einer möglichst geringen Konzentration an Estrogen zu verwenden.

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