Depressionen unter Acomplia bestätigt | APOTHEKE ADHOC
Nebenwirkungen

Depressionen unter Acomplia bestätigt

, , Uhr

Aktuelle Studien bestätigen die psychischen Nebenwirkungen des Appetitzüglers Acomplia. Bereits im Juli hatte die europäische Arzneimittelagentur EMEA in London davor gewarnt, dass es während der Einnahme des Arzneimittels mit dem Wirkstoff Rimonabant zu Depressionen kommen kann. Daraufhin wurden bestehende psychische Störungen sowie eine Therapie mit Antidepressiva als Kontraindikationen in die Fachinformationen aufgenommen.

Das Mittel fördere zwar die Gewichtsabnahme, allgemeine und schwere psychische Nebenwirkungen seien in der Analyse vier verschiedener Studien jedoch um 40 Prozent häufiger vorgekommen als in Vergleichsgruppen, die mit Placebos behandelt worden waren. Das berichten dänische Mediziner um Prof. Arne Astrup von der Universität Kopenhagen im britischen Fachjournal „The Lancet“.

Die analysierten Untersuchungen umfassten insgesamt 4105 Probanden, schreiben die dänischen Forscher. Von den mit Rimonabant behandelten Patienten hatten nicht nur mehr Nebenwirkungen, es brachen auch zweieinhalb- bis dreimal soviele die Behandlung wegen depressiver Verstimmungen oder Angstgefühlen ab wie in den Placebogruppen. Dabei seien Probanden mit bekannten depressiven Verstimmungen von den Studien von vornherein ausgeschlossen gewesen. Zusammen mit Beobachtungen der US-Arnzneimittelbehörde FDA zu einem erhöhten Selbstmordrisiko während der Behandlung mit Rimonabant rechtfertigten diese Ergebnisse eine erhöhte Aufmerksamkeit der Ärzte für potenziell schwere psychische Nebenwirkungen des Mittels.

Die FDA hatte kürzlich entschieden, dass für eine US-Zulassung detailliertere Sicherheitsinformationen und Studien mit größeren Patientengruppen nötig seien. Das Mittel wurde in Europa im vergangenen Jahr zugelassen und wird laut „Lancet“ neben Deutschland auch in Dänemark, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Österreich, Schweden und Argentinien verkauft.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Mehr Antikörper durch bivalentes Vakzin?
Subtyp BQ.1.1: Die „Höllenhund“-Variante »
Traditionsapotheke schließt
Keine Chance ohne Rezepte »
Mehr aus Ressort
Plätzchen, Glühwein und Gänsebraten
Fettleber: Adventszeit als Herausforderung »
Kaiserschnitt beeinflusst Mikrobiom
Vaginale Geburt bietet Vorteil »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Mehr Antikörper durch bivalentes Vakzin?
Subtyp BQ.1.1: Die „Höllenhund“-Variante»
Impfmüdigkeit stellt sich ein
Geringe Nachfrage nach Valneva»
Datenschützer kritisiert „Scheuklappenmentalität“
Kelber teilt gegen Gematik und BMG aus»
Plätzchen, Glühwein und Gänsebraten
Fettleber: Adventszeit als Herausforderung»
Kaiserschnitt beeinflusst Mikrobiom
Vaginale Geburt bietet Vorteil»
Traditionsapotheke schließt
Keine Chance ohne Rezepte»
Impfnachweise in Apotheke ausgestellt
Gefälschte Zertifikate: Drei Jahre Haft für PTA»
Versandapotheken im Rabattfieber
Black Friday: Preisschlacht bei Arzneimitteln»
Apotheker kämpfen um Gärtnerei
Für PTA und PKA: Der Garten muss bleiben!»
„Aufgaben der PTA werden immer umfangreicher.“
PTA-Förderpreis: 18. Veranstaltung mit starker Resonanz»
Herzinfarkt, Schlaganfall & Nierenschäden
Diabetes als Risikofaktor»
B-Ausgabe November
90 Seconds of my life»
Kompetenter Begleiter für alle Leser:innen ab 60
my life Senioren»
Das Kindermagazin der my life Familie
Platsch»