Arzneimittelkriminalität

Cellcept-Fälschung: Ermittlungen abgeschlossen

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Berlin -

Von Februar bis April wurden insgesamt 25 gefälschte Chargen Cellcept (Mycophenolatmofetil 500 mg, Roche) entdeckt. Nun hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Ermittlungen abgeschlossen und die Fälscher dingfest gemacht.

Die bestätigten Fälschungen wurden sowohl in deutschen Apotheken als auch beim Großhandel entdeckt. Es handelt sich um real existierende Chargen, die für den Markt in den Niederlanden, Belgien und Frankreich zertifiziert waren. Die Ware wurde schließlich in deutsch-niederländisch-österreichischer Aufmachung auf den deutschen Markt gebracht.

Fest steht: Die Packungen wurden illegal umverpackt und dann in die reguläre Lieferkette gebracht. Blister und Tabletten entsprechen in ihrer Identität dem Original. Die Fälschung ist anhand der Sekundärverpackung zu erkennen. Die Druckfarbe der variablen Daten – Chargenbezeichnung und Verfalldatum – ist in blauer beziehungsweise lila Farbe statt wie beim Original in schwarz aufgedruckt.

Die Herkunft der Ware sei inzwischen bekannt, schreibt das BfArM. Gegen die Fälscher seien strafrechtliche Maßnahmen eingeleitet worden. Man könne jedoch nicht ausschließen, dass noch weitere manipulierte Chargen entdeckt werden können.

Betroffen sind die Chargen: E0278B02, E0456B01, E0461B01, E0462B01, E0480B01, E0487B01, E0489B01, E0501B01, E0502B01 und E0533B01. Die im April aufgetauchte Ware betreffen die Chargen E0458B01 (Verfalldatum 01/2020) und E0507B01 (Verfalldatum 03/2020), im Original in französischer Aufmachung für den französischen Markt bestimmt, E0469B01 (Verfalldatum 01/2020) und E0512B01 (Verfalldatum 03/2020), im Original in niederländischer Aufmachung für den niederländischen Markt bestimmt und E0479B01 (Verfalldatum 02/2020), im Original in belgischer Aufmachung für den belgischen Markt bestimmt.

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