Kurz vor Ostern erreichte die Stadt-Apotheke im baden-württembergischen Dornhan ein Schreiben voller Dank und Wertschätzung. „Ein älterer Stammkunde schickte uns eine Karte, in der er sich bei uns für unsere Arbeit bedankt“, freut sich Inhaberin Christina Braun. Besondere Überraschung: „Er legte sogar 100 Euro dazu.“
Mit berührenden Worten „voller Wertschätzung und Dankbarkeit“ sei die Karte von einem Herrn Mitte 70 geschrieben worden, so Braun. „Wir haben uns alle sehr darüber gefreut.“ Der Stammkunde bezieht sich in seinem Schreiben zunächst auf einen Zeitungsartikel in der Lokalpresse: „Anfang März hat sich eine Kundin sehr lobend über Ihre Apotheke geäußert. Jetzt, am 1. April will sich auch ein langjähriger Kunde dem Lob anschließen“, schreibt er.
Das sei kein Aprilscherz, im Gegenteil: „Seit 2006 bin ich Kunde in Ihrer Apotheke. Empfangen werde ich immer mit einem freundlichen Lächeln, meine Fragen werden sehr fachlich und intensiv beantwortet“, so der Mann. Auch ein kleiner Scherz sei immer möglich, betont er. „Meinen Dank und Anerkennung lege ich 100 Euro anbei“, heißt es weiter. Er bittet darum, den Betrag für den nächsten Treff mit den Mitarbeiter:innen bei Kaffee, Kuchen oder Eis auszugeben.
„Es tut einfach gut, zu wissen, dass gesehen wird, wofür wir stehen und was die Apotheke vor Ort ausmacht“, so Braun. Die wesentlichen Punkte fasst sie zusammen mit: „Wir beraten und beantworten Fragen zu Medikamenten, wir heißen unsere Kundinnen und Kunden mit einem Lächeln willkommen, wir nehmen uns Zeit für einen Scherz oder ein Schwätzchen, wir erkennen, wenn etwas falsch verordnet wurde, wir versuchen bei Lieferproblemen eine Lösung zu finden und wir hören zu und sind da.“
Braun wird auf der nächsten Teamsitzung mit allen besprechen, wofür die 100 Euro asgegeben werden. „Wahrscheinlich holen wir uns etwas leckeres zu essen.“ Auf jeden Fall will sie das Schreiben aufheben. „An schlechten Tagen motiviert es uns dann“, sagt sie. Positives Feedback habe sie schon häufiger verbal von der Kundschaft bekommen, aber die Mühe, die sich der alte Herr gemacht habe, sei „wirklich rührend“, so Braun.