Personalausfälle: Kliniken verschieben Operationen | APOTHEKE ADHOC
Influenza und RSV

Personalausfälle: Kliniken verschieben Operationen

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Berlin -

Die Grippewelle hat viele deutsche Kliniken hart getroffen. Bundesweit kommt es wegen Krankheitsausfällen zu Personalengpässen – mit teils erheblichen Auswirkungen auf den Betrieb.

Aufgrund einer hohen Anzahl an Krankenfällen bei Ärzten und Pflegekräften haben Kliniken bundesweit Personalengpässe und müssen teilweise Operationen verschieben oder sogar absagen. Etliche Krankenhäuser in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bremen berichten von einer angespannten personellen Situation. Die Berliner Charité gab aus dem Grund am Mittwoch bekannt, dass alle verschiebbaren Operationen bis Jahresende abgesagt würden.

In Bremen etwa ist die Lage ähnlich angespannt. „Auch bei uns werden derzeit viele planbare Operationen abgesagt – allerdings nicht generell, sondern es wird im Einzelfall entschieden“, teilte die Sprecherin von Gesundheit Nord, einem Klinikverbund in Bremen, mit. Auch am Universitätsklinikum Düsseldorf kann es nach Angaben eines Sprechers in Einzelfällen zu Verschiebungen von Operationen und Behandlungen kommen. Eine pauschale Absage von planbaren Eingriffen, wie es sie beispielsweise in Hochzeiten der Corona-Pandemie gab, gebe es an der Uniklinik jedoch nicht.

Nicht überall muss demnach zu drastischen Mitteln gegriffen werden. In Bayerns Krankenhäusern etwa gibt es mit Ausnahme der Kinderkliniken nach Angaben der Bayerischen Krankenhausgesellschaft keine vergleichbare Notlage wie an der Berliner Charité. „Wir haben bis jetzt keine solchen Alarmmeldungen“, sagte ein Sprecher. Dennoch sei die Lage angespannt.

Neben dem Influenzavirus kursiert nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) weiter stark, das vor allem für kleine Kinder und Säuglinge gefährlich sein kann. Viele Kinderkliniken und -stationen sind deswegen voll. Doch auch hier fehlt das Personal. „Zahlreiche Betten auf verschiedenen Stationen können derzeit nicht betrieben werden. Dadurch kann es zu Einschränkungen bei der Versorgung kommen“, sagte der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Frankfurt vergangene Woche. Um das zu vermeiden, wurde an der Berliner Charité Personal in die Kindermedizin verlegt.

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