An einer Grundschule in Bad Laer im Landkreis Osnabrück haben sich mehr als 140 Kinder mit dem Norovirus infiziert. Das Virus sei inzwischen bei 144 Schülerinnen und Schülern sowie bei sechs Lehrkräften nachgewiesen worden, sagte ein Sprecher des Landkreises der Deutschen Presse-Agentur. Über den Fall hatte zuerst die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet.
Zusätzlich seien 53 Schüler einer Oberschule im selben Ort betroffen. Die ersten Krankheitsfälle seien am Dienstag bekanntgeworden, sagte der Sprecher. Erst seit der vergangenen Nacht stehe jedoch nach Laboruntersuchungen fest, dass es sich um das Norovirus handele. Wie das Virus in die Schule gelangt sei, sei weiterhin unklar. Dies lasse sich möglicherweise auch nicht mehr eindeutig nachvollziehen.
Das Schulessen gilt nach Angaben des Landkreises als unwahrscheinliche Ursache. Der Caterer beliefere auch andere Einrichtungen, dort seien jedoch keine vergleichbaren Ausbrüche gemeldet worden. „Es wäre sehr merkwürdig, wenn das die Ursache wäre“, sagte der Sprecher.
Der Schulbetrieb werde trotz der hohen Zahl erkrankter Kinder aufrechterhalten, hieß es weiter. Das Gesundheitsamt habe Hygienemaßnahmen angeordnet. Erkrankte Kinder sollten frühestens 48 Stunden nach Abklingen der Symptome wieder in die Schule zurückkehren.
Noroviren sind hochansteckend und eine der häufigsten Ursachen für akute Magen-Darm-Infektionen. Typische Symptome sind plötzlich einsetzendes starkes Erbrechen und Durchfall, häufig begleitet von Übelkeit und Bauchschmerzen.
Die Erreger werden meist über Schmierinfektionen übertragen und können auch nach Abklingen der Beschwerden noch über den Stuhl ausgeschieden werden. Besonders bei Kindern und älteren Menschen besteht die Gefahr einer Austrocknung, weil der Körper innerhalb kurzer Zeit große Mengen an Flüssigkeit und Elektrolyten verliert.
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