Kriminalität

DNA-Test überführt Apothekeneinbrecher

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Berlin -

Nach achtmonatiger Ermittlungsarbeit konnte ein Einbruch in eine Apotheke in Möhrendorf bei Erlangen aufgeklärt werden. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken hatte eine DNA-Spur gesichert, die die Beamten zum mutmaßlichen Täter führte. In einer August-Nacht von Dienstag auf Mittwoch war dieser in die Birken-Apotheke eingebrochen und hatte Betäubungsmittel und Bargeld in Höhe von rund 2000 Euro entwendet. Möglicherweise war der Mann nicht allein.

Um in die Apotheke zu gelangen, bohrten die Einbrecher die zwei Schlösser an der Eingangstür zum Innenraum auf. „Das muss sehr schnell gegangen sein, die haben alles liegen lassen“, sagt Inhaberin Brigitte Holtappels. Die Täter entwendeten sowohl Bargeld als auch den Tresor mit den Medikamenten.

Zudem hinterließen sie weitere Spuren: „Sie haben mir den Teppichboden mit Erkältungsbädern versaut“, so Holtappels. So könne verhindert werden, dass die Polizeihunde eine Spur aufnehmen. Zudem hätte der Einbrecher Möbel beschädigt.

Wie der Täter den schweren Tresor transportierte oder ob er Komplizen hatte, ist laut Polizei noch unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter. Der 25-jährige Mann befand sich bereits wegen Eigentumsdelikten und Einbrüchen in Haft, als er identifiziert wurde.

„Es passiert nicht sehr häufig, dass der Täter gefasst wird“, sagt Holtappels. Für sie war es bereits der dritte Einbruch: „Offensichtlich liege ich hier 'günstig'.“Vor sieben Jahren blieb es bei einem Versuch, der Einbrecher hinterließ Kratzspuren an den Türen und riss einen Automaten von der Außenwand ab. Vor fünf Jahren waren andere Täter bei ihrem Versuch erfolgreich.

„Das sind jedes mal ein paar Tausend Euro Schaden“, so die Apothekerin. Wenn der Täter geschnappt wird, wie schon vor fünf Jahren, müsse sich der Geschädigte das Geld selbst vom Täter holen, sagt Holtappels.

Jetzt will sie die Sicherungen in ihrer Apotheke erhöhen, mit einer Überwachungskamera, einem Alarmsystem und Spezialschlössern. Von der Polizei will sich die Inhaberin entsprechend beraten lassen, damit sie künftig von Einbrüchen verschont bleibt.

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