Kindliche Depression oft verkannt

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Berlin -

Depression ist nicht nur eine Krankheit von Erwachsenen. Etwa 4 bis 8 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland erkranken bis zu ihrem 18. Geburtstag einmal an einer Depression. Damit gehören Depressionen zu den häufigsten psychischen Störungen. Die Hälfte der Fälle werde aber gar nicht erkannt, sagt der Kinder- und Jugendtherapeut Dr. Martin Baierl.

Grund dafür sei oft, dass Eltern mit auffälligen Kindern nur zum Kinder- oder Hausarzt gingen. Wenn der nicht helfen könne, blieben die Eltern oft allein. Wenn Kinder nicht mehr lachen könnten, keine Freude mehr an ihren Hobbys zeigten, sollten Eltern nicht nur zum Kinderarzt gehen, sondern unbedingt einen Psychologen oder Therapeuten aufsuchen, der sich auf Kinder und Jugendliche spezialisiert hat, betont Baierl.

Die Anzeichen für eine Depression sind bei Kindern ähnlich wie bei Erwachsenen. Zu den Symptomen zählen: Ständige Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Schlaf- und Essstörungen. Auch Konzentrationsstörungen, Aggressivität, Schuldgefühle und ein geringes Selbstwertgefühl können auf die psychische Erkrankung hinweisen. „Depression hat viele unspezifische Symptome“, sagt Baierl.

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