Studienergebnisse

Ärzte-Mimik beeinflusst Schmerzempfinden von Patienten dpa, 22.10.2019 12:09 Uhr

Hanover - Ist der Arzt überzeugt von der Behandlung oder zweifelt er selbst am Erfolg? An der Mimik des Mediziners können Patienten das einer Studie zufolge zumindest in bestimmten Fällen ablesen. Das kann die Wahrnehmung der tatsächlichen Wirkung immens beeinflussen.

Der Glaube kann Berge versetzen – auch bei Therapien, wie eine aktuelle Studie bestätigt. Patienten haben demnach weniger Schmerzen, wenn ihre Ärzte selbst an die Wirksamkeit der Behandlung glauben. Deren Überzeugung spiegele sich im Gesichtsausdruck wieder, berichten Wissenschaftler im Fachmagazin „Nature Human Behaviour“. Die Ergebnisse könnten hilfreich für eine bessere Arzt-Patienten-Kommunikation sein, hoffen die Forscher.

Das Team um den Mediziner Luke Chang vom Darmouth College in den USA hatte eine Testreihe mit 194 Freiwilligen durchgeführt. In drei Versuchsreihen wurde den Teilnehmenden eine Rolle als „Arzt“ oder „Patient“ zugewiesen. Die „Ärzte“ wurden informiert, dass es in dem Experiment um die Wirkung einer Schmerzsalbe gehe, die auch gleich demonstriert wurde: Elektroden wurden an den Unterarmen der falschen Mediziner platziert, auf 47 Grad erhitzt und lösten so einen Schmerzreiz aus. Anschließend trugen die Versuchsleiter eine Creme namens „Thermedol“ auf, von der gesagt wurde, dass sie stark schmerzlindernd wirke.

In Wahrheit wurde lediglich die Temperatur der Elektroden heruntergeregelt, die Creme selbst war ein Placebo, ein wirkungsloses Scheinmedikament. Im nächsten Schritt sollten die falschen Ärzte „Thermedol“ und eine Kontrollcreme in einem ähnlichen Setting an Patienten testen. Beide Cremes waren Placebos – dennoch empfanden die Patienten bei gleichem Schmerzreiz „Thermedol“ als hilfreicher. Dies zeigte sich nicht nur in ihren Aussagen, sondern auch in der Analyse ihres Gesichtsausdrucks sowie ihrer Hautreaktion.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Mobiles Couponing

Kein „Eckes-Edelkirsch-Effekt“ für Apotheken»

Drogerieketten

Neues von Tetesept: Depot-, Kompakt- und Minitablette»

Diätmittelhersteller

Verfahren gegen Almased-Chef eingestellt»
Politik

GKV-Spitzenverband

eRezept: BMG schon einmal gescheitert»

Digitalisierung

Psychotherapeuten warnen vor App-Flut»

Westfalen-Lippe

eMedikationsplan: Test startet im Januar  »
Internationales

Wahlkampf in Großbritannien

Corbyn: „Johnson verkauft den NHS an Big Pharma“»

Großbritannien

Ärztemangel: NHS sieht Patienten in Gefahr»

Liberales Dispensierrecht gefordert

Ärzte: „Apotheken-Krise auf dem Land“»
Pharmazie

SSRi/SNRI

Antidepressiva: Neue Warnhinweise»

Arzneimittelfälschungen

Xarelto: Weitere gefälschte Chargen bestätigt»

Sinkende Verordnungszahlen

Antibiotikaverbrauch: Info-Kampagnen zeigen Wirkung»
Panorama

ZDF dreht Thriller in Apotheke

Wenn die Offizin zur Filmkulisse wird»

Prozess wird fortgesetzt

Rezeptfälscher gegen Auflage aus U-Haft entlassen»

Tierseuchen

Schweinepest: Weitere 18 Fälle nahe der deutschen Grenze»
Apothekenpraxis

OTC-Verkauf über Plattform

OLG: Amazon wertet Gesundheitsdaten aus»

Pillpack

Nächster Schritt: „Amazon Pharmacy“»

Lieferengpass

Gardasil: Außendienst empfiehlt Versandapotheken»
PTA Live

Nahrungsergänzungsmittel

Vitamin D: Aus dem Mangel in die Überdosierung»

Veterinärmedizin

Tierische Hausapotheke: Alles für Hund & Katz»

Bewährungsstrafe für PTA

Jahrelang aus der Kasse bedient: PTA verurteilt»
Erkältungs-Tipps

Übertragungswege

Verbreitung von Krankheitserregern»

Husten bei Kindern

Pseudokrupp: Lebensbedrohliche Atemnot»

Heilpflanzenporträt

Echinacea: Die Erkältungspflanze»
Magen-Darm & Co.

Pro-, Prä-und Synbiotika

Nahrung für die Darmflora»

Darmerkrankungen

Divertikel: Darmausstülpungen mit Risiken»

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Zöliakie: Gluten vs. Darm»
Kinderwunsch & Stillzeit

Wochenbettdepression

Vom Tief nach der Geburt»

Behördengänge

Geburtsurkunde, Krankenkasse & Co. – An alles gedacht?»

Schwangerschaftveränderung

Wenn nicht nur der Bauch wächst»