Bis zu 900 Millionen Euro

Xevinapant: Merck kauft Krebsmittel

, Uhr
Berlin -

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck stärkt mit einer Lizenzvereinbarung sein Geschäft mit Krebsmedikamenten. Die Darmstädter erwerben von der schweizerischen Debiopharm die weltweiten Exklusivrechte zur Entwicklung und Vermarktung des Mittels Xevinapant gegen Kopf-Hals-Tumore, wie der Dax-Konzern am Montag mitteilte.

Debiopharm bekommt dafür eine Vorauszahlung von 188 Millionen Euro sowie künftig bis zu 710 Millionen Euro erfolgsabhängige Zahlungen für zulassungsbezogene und kommerzielle Meilensteine. „Dieser Spätphasen-Kandidat komplementiert die Pipeline unseres Unternehmensbereichs Healthcare, die in den kommenden Jahren zu den wichtigsten Wachstumstreibern von Merck zählen wird“, sagte Konzernchef Stefan Oschmann.

Xevinapant befinde sich derzeit in der Spätphase der klinischen Entwicklung, hieß es vom Unternehmen. Aktuell werde es in einer Phase-III-Studie bei Patienten mit unbehandeltem lokal fortgeschrittenem Hochrisiko-Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses in Kombination mit Chemo- und Strahlentherapien untersucht. Die Exklusivrechte gelten weltweit einschließlich den USA. Der Deal soll zu Beginn des zweiten Quartals abgeschlossen werden,

„Indem wir unser Fachwissen und unsere langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Kopf-Hals-Tumoren in die Entwicklung von Xevinapant einbringen, eröffnen sich uns Möglichkeiten zur Erforschung einer wichtigen neuen Behandlungsoption in einem Bereich mit hohem Therapiebedarf, in dem andere Ansätze wie etwa die Immuntherapie bislang nur begrenzte Erfolge erzielen“, sagte Pharma-Chef Peter Guenter.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Neue Heimat für 1000 Mitarbeiter
Neubau eröffnet: Roche investiert in Bayern
Innovationsrückstand könnte sich vergrößern
TrumpRx: Pharma Deutschland warnt vor Folgen
Mehr aus Ressort
Einloggen wieder möglich
Störung bei der Apobank
500 mg Packung betroffen
Aspirin schrumpft um ein Drittel

APOTHEKE ADHOC Debatte