Versandapotheken

Sanicare: Insolvenzverfahren eröffnet

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Berlin -

Sanicare erhält für die Suche nach Investoren mehr Zeit: Über den Nachlass des verstorbenen Firmengründers Johannes Mönter ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Rechtsanwalt Ralph Bünning von der Kanzlei Schulze & Braun bleibt weiter für die Geschäfte verantwortlich. Die Gläubiger sollen bis zum 9. Januar ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden.

Die Gläuber werden sich Ende Februar erstmals treffen. Bei der Versammlung vor dem Insolvenzgericht wird Bünning über die aktuelle Situation informieren. Zudem wird der Gläubigerausschuss besetzt. Sanicare wird von rund 1000 Geschäftspartnern beliefert.

Ende September hatte Sanicare Insolvenz angemeldet. Von der Zahlungsunfähigkeit sind neben der Versandapotheke auch die Apotheke in Bad Laer sowie die Filialapotheken in Bielefeld und Versmold betroffen. Ebenfalls insolvent ist der gruppeneeigene Personaldienstleister sowie der Campingplatz „Campotel“ in Bad Rothenfelde.

Nicht insolvent ist das Medizinische Versorgungszentrum mit ambulanten Praxen für Augenheilkunde, Dermatologie und ärztliche Psychotherapie in Bad Laer. Nach dem Tod von Johannes Mönter hatte Horst Ratmann die Geschäftsführung übernommen. Das Zentrum wurde 2007 von Mönter gegründet.

Auch die drei Apotheken von Marlies Mönter sind nicht von der Zahlungsunfähigkeit betroffen. Das Schwimmbad SoleVital in Bad Laer, für das Johannes Mönter jr. zuständig war, hatte Mönter gepachtet. Es ist nach der Insolvenz wieder komplett in den Besitz der Gemeinde übergegangen.

Der Versand von Medikamenten läuft nach wie vor weiter. Insgesamt sind mehr als 550 der 800 Mitarbeiter betroffen. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei angespannt, sagt eine Sanicare-Sprecherin. Dennoch seien die Kollegen weiterhin motiviert und engagierten sich.

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