AOK-Rabattverträge

Stada holt Omeprazol

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Der Generikahersteller Stada hat nach Informationen von APOTHEKE ADHOC bei der sechsten AOK-Rabattrunde den wichtigen Wirkstoff Omeprazol geholt. Laut den Anfang der Woche versandten Vorabinformationen hat der Konzern das Los mit der Hausmarke Stadapharm und nicht etwa mit der Konzern-Tochter Aliud gewonnen. Allerdings sind bereits etliche Beschwerden bei der Vergabekammer des Bundes eingegangen.

Nach den vorläufigen Ergebnissen soll neben Stada/Aliud auch Ratiopharm in der Gruppe mit Teva, CT und AbZ zahlreiche Lose gewonnen haben. Ebenfalls oft vertreten sind Gerüchten zufolge Betapharm, die Sanofi-Tochter Winthrop sowie die zum indischen Hersteller Torrent gehörende Heunet. Die Hexal-Tochter 1A Pharma soll dagegen in der zweiten Tranche der sechsten Runde komplett leer ausgegangen sein.

Stada-Chef Hartmut Retzlaff hatte schon gestern bei der Vorstellung der Jahreszahlen blicken lassen, dass der Konzern hinsichtlich der sechsten AOK-Runde sehr optimistisch ist. „Wir können nicht ausschließen, dass Wettbewerber den Klageweg wählen. Wir haben keinen Anlass zu klagen, sondern sind ganz zufrieden“, so der Vorstandsvorsitzende.

Diese Einschätzung scheint sich zu bewahrheiten. Die Vergabekammer des Bundes hat die Hersteller gestern darüber informiert, dass Beschwerden vorliegen. Die AOK hatte 58 Wirkstoffe schon einmal neu ausgeschrieben, nachdem die Vergabekammer den Rügen der Hersteller Recht gegeben hatte. Bislang konnte die Kasse in ihrer sechsten Runde erst bei 28 Wirkstoffen Zuschläge erteilen.

Die neuen Verträge sollen größtenteils die dritte Rabattrunde ablösen und im Juni starten. Kommende Woche wird vor der Vergabekammer verhandelt, danach kann die unterlegene Seite noch vor das Oberlandesgericht Düsseldorf ziehen.

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