Rabattverträge

Stada baut Stellen ab

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Der Generika-Hersteller Stada gab heute den Abbau von 240 Arbeitsplätzen im deutschen Generika-Vertrieb bekannt. Wie das Unternehmen aus Bad Vilbel mitteilte, reagiert es damit auf die Folgen der im April eingeführten Rabattverträge. Dieses System vernichte Arbeitspätze, kritisierte der Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff.

Die Restrukturierung betreffe vor allem den arztbezogenen Außendienst. Mitarbeiter des Unternehmens sagten gegenüber APOTHEKE ADHOC, sie seien „alle sehr betroffen“ von den anstehenden Entlassungen. „Natürlich wird jetzt im Außendienst gestrichen. Durch Spesen und Arbeitszeit kostet jeder Arztbesuch 130 Euro - das lohnt sich seit den Rabattverträgen nicht mehr“, erklärte ein Mitarbeiter. Er sei „heilfroh“, im OTC-Bereich beschäftigt zu sein.

Noch im August hatte Stada seine Geschäftszahlen veröffentlicht: 38 Prozent Gewinn-Steigerung auf 58,3 Millionen Euro bei einem Umsatzplus von 27 Prozent. Angesichts des von der Unternehmensführung verkündeten zwölften Rekordjahres in Folge ist der Unmut der Mitarbeiter zu verstehen. „Das ist ja oft so bei Aktiengesellschaften“, kommentierte ein Mitarbeiter die Unternehmensstrategie gegenüber APOTHEKE ADHOC. Stada teilte mit, die betroffenen Stellen würden auf den Leasing-Außendienst-Anbieter pharmexx GmbH übertragen. Alle Mitarbeiter, die diesem Übergang zustimmten, seien für ein Jahr vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt.

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