E-Rezept schon eingepreist

Redcare: Aktie crasht

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Berlin -

Die Aktie von Redcare (Shop Apotheke) ist am Dienstag erneut mit deutlichen Verlusten gestartet. Zeitweise sackte der Kurs auf 96 Euro ab, aktuell liegt er bei rund 100 Euro. Binnen einer Woche hat das Papier damit rund ein Viertel seines Wertes verloren, innerhalb von nicht einmal zwei Monaten fast 50 Prozent.

Eine Verkaufsempfehlung hat den Aktienkurs am Dienstag weiter belastet. Die Schweizer Großbank UBS empfahl sie in einer Ersteinschätzung zum Verkauf und machte mit einem Kursziel von 86 Euro weitere rund 15 Prozent Abwärtspotenzial aus.

Die Einführung des E-Rezepts als Wachstumsmotor für das Unternehmen sei „mehr als eingepreist“, schrieb Analyst Olivier Calvet von UBS. Er wies darauf hin, dass der Kurs auf Monatssicht zuletzt rund 20 Prozent eingebüßt habe. Operative Unsicherheiten seien mit den Marketing-Aufwendungen für die E-Rezept-App von Redcare verbunden.

In der Pandemie war der Börsenkurs auf ein Niveau von durchschnittlich rund 150 Euro gestiegen, davor hatte er zwischen 30 und 40 Euro gelegen. In der Spitze kostete die Aktie im Februar 2021 sogar 240 Euro. Nach dem Einbruch auf rund 40 Euro war der Kurs ab Herbst 2022 wieder angezogen – die Aussicht auf die Einführung des E-Rezepts beflügelte die Fantasie der Anleger.

Einen ähnlichen Chart gibt es bei DocMorris; hier war der Einbruch wegen der finanziellen Probleme im Jahr 2022 noch deutlicher gewesen. Nachdem zuletzt ein neuer Höchststand von knapp 100 Euro erreicht wurde, liegt das Papier jetzt wieder bei unter 70 Euro.

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