Merckle-Imperium

Ratiopharm wird verkauft

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Der Verkauf des Generikaherstellers Ratiopharm durch die Merckle-Gruppe ist beschlossene Sache. Die VEM Vermögensverwaltung bestätigte soeben einen Bericht der „Südwest-Presse“: Um die Finanzierungssituation der Gruppe nachhaltig neu zu strukturieren, seien die Familie Merckle und die Banken übereingekommen, Ratiopharm zu veräußern.

Der Verkaufsprozess soll durch einen Treuhänder, der von den Banken und der VEM gemeinsam bestimmt wird, zusammen mit der Geschäftsführung der Ratiopharm gesteuert werden. Das operative Tagesgeschäft werde weiterhin von der bisherigen Geschäftsführung fortgeführt.

Die Verhandlungen der VEM seien zu einem positiven Ergebnis gekommen: Das Bankenkonsortium habe den notwendigen Überbrückungskredit gewährt. Der Liquiditätsengpass des Unternehmens konnte damit abgewendet werden. „Wir sind sehr froh, eine Lösung gefunden zu haben“, sagte VEM-Geschäftsführer Ludwig Merckle.

„Bei Ratiopharm wie bei den weiteren Beteiligungsunternehmen der VEM ist das operative Geschäft grundsätzlich gesund“, so Merckle. „Die Unternehmen hatten ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2008 und auch die Aussichten für das nächste Jahr sind gut.“

Teil der Vereinbarung mit den Banken ist allerdings auch, dass Ludwig Merckle seine Tätigkeit in der Geschäftsführung der VEM nicht weiter fortführen wird.

Bereits Wochen vor dem Selbstmord des Industriellen Adolf Merckle am Montagabend war über einen Verkauf von Ratiopharm spekuliert worden. Der Aufbau des Ulmer Arzneimittelhersteller zählt zu den größten Leistungen des verstorbenen Familienunternehmers.

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