Generikakonzerne

Ratiopharm lässt Teva wachsen

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Der weltweit größte Generikahersteller Teva hat 2010 seinen Umsatz nach der Ratiopharm-Übernahme um 16 Prozent auf 16,1 Milliarden US-Dollar (11,8 Milliarden Euro) gesteigert. Vor allem in Europa legte der neue Marktführer dank der Übernahme zu: Die Einnahmen kletterten um 21 Prozent auf knapp 4 Milliarden Dollar (2,9 Milliarden Euro). Das Wachstum wird auch in diesem Jahr weitergehen: Denn Ratiopharm wird erst seit August bei Teva bilanziert.

Das operative Ergebnis kletterte um 61 Prozent auf knapp 3,9 Milliarden Dollar ( 2,8 Milliarden Euro), das Nettoergebnis um 66 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro). Analysten hatten dem Konzern offenbar mehr zugetraut; der Kurs fiel nach Veröffentlichung der Zahlen um 2 Prozent.

Positiv dagegen Teva-Chef Shlomo Yanai: 2010 habe man Rekordzahlen vorgelegt und in Europa die Marktführerschaft erlangt. Auch 2011 werde Teva profitabel wachsen. Man sei auf dem Weg, die langfristig gesteckten Ziele zu erreichen, sagte er.

62 Prozent des Geschäfts macht Teva in Nordamerika; die Umsätze stiegen um 16 Prozent auf knapp 10 Milliarden Dollar. Europa trug ein Viertel zum Gesamtumsatz bei. Teva hatte im März vergangenen Jahres Ratiopharm aus dem zusammengebrochenen Merckle-Imperium gekauft und war dadurch zur europaweiten Nummer 1 aufgestiegen.

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