Pharmahersteller

Riemser kauft in Frankreich

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Berlin -

Riemser übernimmt den französischen Hersteller Keocyt. Mit dem Erwerb will das Greifswalder Unternehmen seine Präsenz auf dem französischen und den angrenzenden südeuropäischen Märkten insbesondere in der Krebstherapie und der Neurologie stärken. Der neue Firmenchef Dr. Kai Deusch bezeichnete die Übernahme als wichtigen Meilenstein zur Stärkung der europäischen Wachstumsstrategie.

Keocyt wurde 2007 von den ehemaligen Pfizer-Mitarbeitern Dr. Christophe Pasik und Jean-Francois Auffret gegründet. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Paris vermarktet Medikamente insbesondere in den Bereichen Onkologie und Neurologie.

Zum Portfolio gehören unter anderem Zanosar (Streptozotocin), Estracyt (Estramustin), Prodilantin (Fosphenytoin) und Dilantin (Phenytoin) zur Behandlung von bestimmten endokrinen Pankreastumoren, Prostatakrebs und von epileptischen Erkrankungen.

„Den Kurs der Akquisition von Unternehmen mit etablierten Produkten und hoher Vermarktungskompetenz wollen wir fortsetzen", so Deusch. Mit Keocyt gelinge eine hervorragende Ergänzung des onkologischen Produktportfolios. Auch könnte Riemser weitere Nischenmärkte in der Neurologie entwickeln. Keocyt verfüge über eine sehr attraktive Produktpipeline, die das gemeinsame Portfolio bereichere, so Deusch.

Riemser hat sich auf Medikamente zur Behandlung von hochkomplexen, seltenen Erkrankungen spezialisiert. Die Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Krebs-, Infektions- und Hauterkrankungen. 2012 hatte die Kapitalbeteiligungsgesellschaft Axa Private Equity den Hersteller übernommen, die nach einem Management-Buyout mittlerweile unter dem Namen Ardian firmiert.

Riemser vertreibt seine Produkte vorwiegend auf den europäischen Märkten, aber auch in Asien, Südamerika, Australien und Südafrika. Zu dem Unternehmen gehört auch das Leipziger Arzneimittelwerk Fatol und die Firma Rösch Medizintechnik.

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