Generika

Pfizer holt CT-Chef

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Beim Verkauf des Ulmer Generikaherstellers Ratiopharm war der US-Pharmakonzern Pfizer einer von drei Bietern der finalen Runde. Am Ende hatte Teva die Nase vorn, doch wie ernst es Pfizer mit Generika ist, lässt sich seit einigen Monaten auch in Deutschland beobachten. Jetzt stellt sich Pfizer auch personell für das neue Geschäftsfeld auf - und holt mit CT-Chef Carsten Cron einen ausgewiesenen Generikaexperten an Bord.

Cron steht seit 2003 an der Spitzer des Berliner Unternehmens, das als Teil der Ratiopharm-Gruppe an Teva verkauft wurde und künftig mit der ehemaligen Teva-Tochter AWD zusammen gelegt werden soll. Crons Vertrag endet zum Jahreswechsel, seine Nachfolge übernimmt Dr. Heinz Beitinger, bislang bei AWD für Marketing und Vertrieb zuständig.

Vor seinem Wechsel nach Berlin war Cron zwei Jahre lang in Ulm in der strategischen Unternehmensplanung von Ratiopharm tätig gewesen. Adolf Merckle hatte den Betriebswirt 2001 von der Münchener Unternehmensberatung Gemini geholt.

Pfizer hatte bereits seit längerem angekündigt, in Deutschland Generika auf den Markt bringen zu wollen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Mit „Losartan Pfizer“ hat der Konzern sein erstes Generikum am Start, und das Portfolio könnte schnell wachsen: In den vergangenen Wochen hat Pfizer Zulassungen für eine Reihe von patentfreien Wirkstoffen erhalten, auf eigenen Namen oder den indischen Linzenzpartner Aurobindo.

Demnach könnte es vom ehemaligen Weltmarktführer bald Generika nicht nur für eigene Produkte wie Sortis (Atorvastatin) geben, sondern auch für Wirkstoffe wie Carvedilol, Finasterid, Metformin, Meloxicam, Mirtazapin, Ondansetron, Paroxetin, Simvastatin, Terbinafin oder Topiramat.

Bei den Rabattverträgen der Krankenkassen ist Pfizer bereits dabei: bei der AOK seit Oktober mit Valoron (Tilidin/Naloxon) sowie ab Januar bei der DAK mit Cabaserid (Cabergolin) und bei IKK Gesund Plus/IKK Classic mit Beloc Zok comp (Metoprolol/HCT).

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