Geschäftsjahr 2007

Merck verdreifacht Gewinn

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Nach dem strategischen Umbau im vergangenen Jahr hat der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck ein Rekordergebnis erzielt. Den Aktionären will Merck für 2007 eine höhere Dividende zahlen. Das Nachsteuerergebnis sprang auch wegen Sondererlösen durch den Verkauf der Generika-Sparte von 983,1 Millionen Euro in 2006 auf 3,5 Milliarden Euro, wie die im DAX notierte Merck KGaA am Montag in Darmstadt mitteilte. Operativ legte das Ergebnis um 22,2 Prozent auf 976 Millionen Euro zu. Die Gesamterlöse stiegen vor allem dank der Akquisition des Schweizer Biotech-Konzerns Serono um 58,2 Prozent auf 7,06 Milliarden Euro.

Konzernchef Dr. Karl-Ludwig Kley prognostizierte, dass 2008 trotz der „unsicheren wirtschaftlichen Zeiten“ ein weiteres Geschäftsjahr mit solidem Wachstum für Merck werde. Die Gesamterlöse der Merck-Gruppe sollen demnach im Bereich von 5 bis 9 Prozent steigen. Die Umsatzrendite werde abzüglich der Abschreibungen und der Integrationskosten bei Merck Serono zwischen 23 Prozent und 27 Prozent liegen.

„Wir erzielten die stärksten Ergebniszahlen der langen Unternehmensgeschichte von Merck und können deshalb eine erhöhte Dividende von 1,20 Euro pro Aktie sowie einen einmaligen Bonus von 2,00 Euro pro Aktie vorschlagen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung. Im Vorjahr hatte Merck eine Dividende von 0,90 Euro je Aktie sowie einen Bonus von 0,15 Euro ausgeschüttet.

Wachstumstreiber war 2007 erneut das Zytostatikum Erbitux (Cetuximab). Die Umsatzerlöse mit dem Mittel stiegen um 40 Prozent auf 470 Millionen Euro. Die Erlöse mit Mercks umsatzstärkstem Produkt Rebif (Interferon beta 1a) wuchsen um 5,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.

Merck beschäftigte Ende 2007 knapp 31.000 Menschen, etwa ein Drittel davon in Deutschland.

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