Lieferengpässe

UCB muss auf Rohstoffe warten

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Der belgische Pharmakonzern UCB hat bei zwei Produkten seiner Tochterfirma Sanol Lieferschwierigkeiten gemeldet: Der Saft von „ferro sanol“ (Eisen(II)-gluconat) wird nach Angaben des Herstellers bis Ende März nicht lieferbar sein, das Diuretikum „dehydro sanol tri“ (Bemetizid/Triamteren) sogar bis Mitte April. Grund seien Verzögerungen bei der Rohstoffbelieferung, so ein Unternehmenssprecher.

Die Rohstoffe für „ferro sanol Saft“ kommen demnach von einem deutschen Werk, das derzeit nicht liefern kann. UCB hatte 2010 die Produktionsstätte der Tochter Schwarz Pharma an den britischen Pharmahersteller Aesica verkauft. Seitdem habe man keine eigene Herstellung mehr in Deutschland, sondern arbeite mit Lohnherstellern zusammen, sagte der UCB-Sprecher. Statt „ferro sanol Saft“ könnten Apotheker „ferro sanol Tropfen“ (Eisen(II)-glycin-sulfat-Komplex) abgeben, ein weiteres Eisenpräparat in flüssiger Form.

Bei „dehydro sanol tri“ liege das Problem bei einem finnischen Unternehmen, das derzeit nicht liefern könne. Da die Firma der einzige Lohnhersteller sei, der den Rohstoff liefere, gebe es keine Alternativen, erklärt der UCB-Sprecher. Der Konzern weist Apotheken darauf hin, dass es mit „diucomb mild Filmtabletten“ von UCB ein Präparat mit der identischen Wirkstoffkombination oder mit „dehydro sanol tri mite“ eines mit halber Dosierung gibt. Bei diesen Produkten gebe es noch ausreichend Lagerbestände.

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