Pharmahersteller

Norgine übernimmt Mugard

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Berlin -

Der niederländische Hersteller Norgine hat eine Lizenzvereinbarung mit Access Pharmaceuticals zur Vermarktung der Mundspüllösung Mugard in Europa abgeschlossen. Das Präparat dient zur Prävention und Behandlung von Läsionen und Beschwerden bei oraler Mukositis.

Die Krankheit ist nach Angaben des Herstellers mit etwa 1,6 Millionen neuer Fälle in Europa pro Jahr eine häufige Nebenwirkung von Krebsbehandlungen. Dabei entzündet sich die Schleimhaut im Mundbereich. Mugard enthält eine nicht-sterile, leicht viskose Flüssigkeit, die an der Mundschleimhautoberfläche anhaftet und so eine Schutzschicht aufbaut.

Norgine übernimmt Entwicklung, Registrierung und Vertrieb des Geräts in der EU, der Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein. Der Hersteller will Mugard voraussichtlich 2015 einführen. Mit der Zusammenarbeit stärke man das Portfolio pharmazeutischer Spezialprodukte, sagte Norgine-Geschäftsführer Peter Stein.

Mugard wurde von 2009 bis 2012 in einigen EU-Ländern von Spepharm vermarktet. Ende 2012 kaufte sich Norgine bei Spepharm ein und hält nun die Exklusivlizenz für Mugard in der EU. Das Unternehmen hat Niederlassungen in den Niederlanden und in Großbritannien sowie zwei Produktionsstätten in Frankreich und Wales.

Norgine ist auf die Entwicklung und Vermarktung von Produkten für Gastroenterologie, Häpatologie sowie Intensiv- und unterstützende Pflege spezialisiert. Der Umsatz lag 2013 bei 274 Millionen Euro. Norgine beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter.

In Deutschland macht das Unternehmen mit Sitz in Marburg knapp 50 Millionen Euro Umsatz. Wichtigstes Produkt hierzulande ist das Abführmittel Movicol, das mit Erlösen von knapp 30 Millionen Euro im Bereich der osmotisch wirkenden Laxantien einen Marktanteil von rund einem Drittel hat.

Access ist ein Biotech-Unternehmen mit Sitz in Dallas, das vor allem Produkte für Krebspatienten entwickelt und vermarktet. Für Mugard hat Access bereits Lizenzvereinbarungen in den USA, China und Korea abgeschlossen.

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