Unternehmerfamilien

Wiwo: Porsche überholt Merck

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Berlin -

Einmal im Jahr freut sich der Anleger, denn dann ist bei den börsennotierten Konzernen Zahltag. Das wirklich große Geld aber verdienen Andere, nämlich jene Clans, die als Großaktionäre die Fäden in der Hand haben. Die Familien Porsche und Piëch haben in diesem Jahr laut

Wirtschaftswoche die höchsten Dividenden aller Unternehmerfamilien in

Deutschland erzielt. Nach einer Auswertung des Blatts erhielten die

Familien, die über ihre Porsche Automobil Holding SE knapp ein Drittel

der VW-Aktien halten, eine Dividende in Höhe von 301 Millionen Euro.

Damit waren die Dividendeneinnahmen der Familien zweieinhalb Mal so hoch

wie im Vorjahr.

Laut Wirtschaftswoche überholten Porsche und Piëch die Familie Merck, die in diesem Jahr auf Dividendeneinnahmen von 295 Millionen Euro vom gleichnamigen Pharmahersteller kommt.

Auf den Rängen 3 bis 5 folgten Mitglieder der BMW-Eigentümerfamilie Quandt. Stefan Quandt, dem auch der Homöopathie-Hersteller Heel gehört, kassierte demnach aus seiner Beteiligungen an BMW 262 Millionen Euro Dividende. Johanna Quandt kommt auf 251 Millionen Euro. Susanne Klatten erhielt 248 Millionen Euro aus Ausschüttungen von BMW, Altana und SGL Carbon.

Der Aufstellung zufolge kommen sieben weitere Privataktionäre in Deutschland auf Dividendeneinnahmen von mehr als 100 Millionen Euro, darunter Spediteur Klaus-Michael Kühne (194 Mio Euro), die Kaffeeröster Jacobs (187 Mio), die Familie Siemens (159 Mio), die Familie Henkel (130 Mio) und SAP-Gründer Hasso Plattner (103 Mio).

Leer ausgegangen sind in diesem Jahr übrigens die Haniel-Angehörigen. Weil es bei Metro und Celesio nicht gut lief, mussten die rund 550 Mitglieder des Clans komplett auf eine Ausschüttung verzichten.

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