Pharmaindustrie

BMS speckt ab

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Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb (BMS) will sich jetzt komplett von seiner Tochter Mead Johnson trennen. „Nach dem Anstieg des Aktienkurses seit dem Börsengang im Februar ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum kompletten Ausstieg gekommen“, sagte Konzernchef James Cornelius. „Wir setzen damit unsere Konzentration auf das Geschäft mit Biotechnologie fort.“ Den Aktionären des Pharmakonzerns werde angeboten, ihre Anteile in einem bestimmten Verhältnis in Mead-Johnson-Papiere zu tauschen.

Bristol-Myers Squibb hatte im Februar 17 Prozent der Aktien zu je 24 US-Dollar an die Börse gebracht und damit rund 828 Millionen Dollar brutto erlöst. Am Freitag kostete die Mead-Johnson-Aktie 45,25 Dollar. Bristol-Myers Squibb will jetzt zwischen 144,5 Millionen und 170 Millionen weitere Mead-Johnson-Aktien auf den Markt werfen. Sollte BMS 170 Millionen Anteile platzieren können, würde der Pharmakonzern keine Anteile an Mead Johnson mehr halten.

Basierend auf dem aktuellen Kurs und der maximalen Aktienanzahl von 204,5 Millionen wird das Unternehmen mit insgesamt rund 9,2 Milliarden Dollar bewertet. Mead Johnson zählt bei Baby- und Kindernahrung zu den globalen Branchenführern und produziert auch Nahrungsergänzungen für schwangere und stillende Frauen. Wettbewerber ist unter anderem der Schweizer Nestlé-Konzern.

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