Generikakonzerne

Audi-Affäre: Verfahren gegen Retzlaff eingestellt

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Bad Vilbel -

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat strafrechtliche Ermittlungen gegen zwei frühere Stada-Manager eingestellt habe. Das verkündete Konzernchef Claudio Albrecht. Dabei ging es Kreisen zufolge unter anderem um einen Audi Q5 sowie einen Porsche.

Auch gegen den ehemaligen Stada-Chef Hartmut Retzlaff wurde ermittelt. Es soll dabei Kreisen zufolge um einen Audi Q5 gehen, den Retzlaff einem Berater geschenkt hat. Den Schaden beglich er später aus eigener Tasche. Zudem sei einem Manager unerlaubterweise ein Porsche als Dienstwagen gewährt worden.

Übrig bleibe die Prüfung gesellschaftsrechtlicher Pflichtverletzungen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte dies. Die Untersuchungen seien gegen eine Geldbuße beendet worden, erklärte sie. Angaben zur Höhe der Strafe machte sie nicht. Stada kann nun vorerst einen Schlussstrich unter das Kapitel ziehen.

Ex-Aufsichtsratschef Carl Ferdinand Oetker hatte 2017 Retzlaff und weiteren Top-Managern unter anderem Verstöße gegen Rechtsvorschriften vorgeworfen. Stada hatte daraufhin im Dezember die Staatsanwaltschaft Frankfurt einbezogen und auf der Hauptversammlung im Juni erklärt, die Vorwürfe seien nahezu ausgeräumt.

Der Konzern habe alle juristischen Register gezogen und nun Anschuldigungen von Ex-Aufsichtsratschef Carl Ferdinand Oetker auf der Hauptversammlung im vergangenen Sommer nahezu ausgeräumt, sagte Albrecht im Juni. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt hätten ergeben, dass „keine Hinweise auf Betrugsdelikte, Preisgabe von Geschäftsgeheimnissen, Marktmanipulation oder Insiderhandel, auf Unterschlagung, Begünstigung, Diebstahl, Korruption oder eine persönliche Bereicherung zulasten von Stada gefunden worden sind.“

Stada habe die Staatsanwaltschaft im Dezember eingeschaltet und interne Untersuchungen zweier Anwaltskanzleien komplett geteilt. Oetker hatte auf dem Aktionärstreffen 2017 Retzlaff, Wiedenfels und Kraft Beraterverträge ohne Gegenleistungen sowie Unregelmäßigkeiten im Asiengeschäft und Verstöße gegen Rechtsvorschriften vorgeworfen. Die Vorwürfe beschäftigten Stada bereits länger.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 2,31 Milliarden Euro, ein Plus von 8 Prozent. Wegen Beratungskosten und Abfindungen sank der Gewinn um 1 Prozent auf 85 Millionen Euro. Um Posten wie Steuereffekte und Übernahmekosten bereinigt, stieg der Gewinn um 10 Prozent auf knapp 196 Millionen Euro.

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